Katzenmenschen (1982)

Katzen gehören wie Hunde zu den beliebtesten und geheimnisvollsten Tiere des Menschen, das dachte man sich bereits 1942 und veröffentlichte den gleichnamigen Film mit dem Titel „Katzenmenschen“. Regisseur Paul Schrader, der auch „Hardcore – Ein Vater sieht Rot“ von 1979 und „Ein Mann für gewisse Stunden“ von 1980 mit Richard Gere drehte, nahm sich knappe 40 Jahre später das Werk von 1942 vor und interpretierte seine Version des Erotik – Thrillers.

In „Katzenmenschen“ geht es um ein Geschwisterpaar, das sich bei sexueller Erregung in schwarze Panther verwandelt und eine Spur der Gewalt hinterlässt. Doch bei Sex innerhalb der Familie geschieht nichts, worauf der Männliche Part eine Beziehung mit seiner Schwester eingehen möchte, sie es aber ablehnt, da Ihr Herz für einen Menschen schlägt.

Für die Hauptrollen im Film „Katzenmenschen“ sind Natassja Kinski, die Tochter von Klaus Kinski, Malcom McDowell und John Heard ausgewählt worden. Auf Natassja wurden durch „Die Braut des Satans“ von 1976 und einem Auftritt in „Tatort: Reifezeugnis“ von 1977 die Filmeschaffenden aufmerksam und boten ihr weitere Rollen in den verschiedenen Filmprojekten an. Später folgten noch Rollen in „Cracker Jack“ von 1994, „Tödliche Geschwindigkeit“ aus dem selbigen Jahr und auch eine Rolle in „Savior – Soldat der Hölle“ aus dem Jahr 1998. Sie drehte noch viele weitere Filme, ihre Filmografie ist zwar nicht so lang wie von ihrem berühmten Vater, kann sich dennoch sehen lassen.

Katzenmenschen“ ist eine Mischung aus Horror – Thriller und Erotikmomenten, wobei sich auch etwas Fantasy hinzugemogelt hat, die einzelnen Elemente und Bausteine der Genres halten sich konstant die Waage. Zudem verläuft die Story sehr ruhig und es gibt so gut wie kaum hektische Momente und Szenarien. Doch der Film lebt von seiner Atmosphäre und seinen Kameraeinstellungen. Gelegebtlich bekommt der Zuschauer etwas Blut zu sehen, wobei es sich sehr in Grenzen hält, sie dienen nur als Veranschaulichung diverser Szenefolgen um den Ausdruck der harten Situationen noch zu kompensieren. Musikalisch wird das Geschehen mit passender ansprechender Musik des Künstlers David Bowie versorgt, der ebenfalls in den 80er Jahren auf seinem Karrierehöhepunkt sich befand.

Die Special Effekte sind sehr rar gesät worden, lediglich ein paar kleine Einblicke in die Verwandlung von Mensch zu Tier und einer Vernichtung durch Obduktion bekommt man zu Gesicht. Doch können sich diese Szenen sehen lassen, hier floss wohl viel Geld vom zur Verfügung stehenden Budget in diese Abteilung.

Katzenmenschen“ ist ein interessanter und sehr atmosphärischer Film, ruhig, informativ mit ein wenig Dramtik gewürzt. Gelegentlich bekommt man ihn im Free TV zu Gesicht, wer ihn noch nicht kennt, oder auch ihn zu schätzen weiß, sollte einschalten. Ein Remake was sehr an dem Original sich hält, zwar wurden von Schrader auch ein paar neue Impulse in den Plot eingesetzt, doch vieles auch unbearbeitet übernommen und nur etwas moderner in Szene gesetzt.