Killerparasit (1982)

Killerparasit ist ein Film des Trash Königs Charles Band – bei dem Namen sollte es bei vielen schon Klick machen und man weiß auf was man sich da eingelassen hat. Falls wer den Namen Charles Band nicht gerade zuordnen kann, hier mal eine kleine Vorstellung seiner Werke. Der gute Mann ist bekannt in der Trash Szene und bescherte uns Filme wie „Draculas Todesrennen“ von 1977, „Trancers“ von 1985 (Action-SciFi wovon es insgesamt 4 Fortsetzungen gibt) und nicht zu vergessen die „Robot Jox“ Streifen.

Diesmal ging die Wissenschaft einen gewaltigen Schritt zu weit. Ein Forscher hat auf strikten Wunsch der Regierung Gene gezüchtet, die auf Befehl das ganze Leben auf der Erde auslöschen können. Er wehrt sich verzweifelt gegen die böswilligen Machenschaften seiner Sponsoren, um noch rechtzeitig das Schlimmste abzuwenden. Aber zu spät. Ein Parasit ist schon entkommen und saugt seinen wehrlosen Opfern das Leben langsam und sadistisch aus. Mörderischer Schrecken greift um sich, denn der Parasit vermehrt sich mit todbringender Geschwindigkiet.

Killerparasit – mit einer jungen

Demi Moore im Cast

 

Die Story hört sich simpel und einfach an, sagen wir mal so wenn eine durchgehende Story vorhanden wäre, dann wäre sie sicherlich einfach. Jedoch vermisst man in diesem Film total den roten Faden. Vieles erinnert eher an lieblose Szenen die übergangslos aneinander gereiht wurden. Zudem bleiben viele Fragen dem Zuschauer bis zum Ende unbeantwortet. In welcher Zeit spielt der Film? 80Er oder Zukunft? Denn wenn es in der Zukunft wäre, wieso sieht dann alles wie typisch in den 80er Jahren aus? Zugegeben es gibt Laserwaffen und ein Lamborghini soll ein futuristisches Auto darstellen, das beantwortet trotzdem nicht die offene Frage. Futuristisch ist wahrscheinlich nur der Anschaffungspreis des Sportwagens zu der Zeit. Desweiteren eine vergewaltigte Frau, hilft in einer späteren Einstellung ihren Peinigern wieder auf die Beine? Wieso? Möchte sie einen Nachschlag oder hat sie ihnen verziehen? Dies sind nur zwei Beispiele die ich nennen möchte. Es gibt noch dutzend andere offene Fragen ohne klare Antwort. Aufgrund dessen das es soviele Lücken und Logikfehler sind – Trash in Reinkultur!

Kommen wir zu den Effekten, der Virus, der später eine Lebensform ähnlich wie ein Sandwurm und Alienmix ausschaut, ist laut diverser Aussagen von Stan Winston kreiert worden. Eine definitive Bestätigung dafür gibt es nicht. Der Killerparasit sieht gut aus, auch wenn es eher an eine Puppe erinnert, denn viel bewegen tut er sich nicht. Es sind ein paar Einstellungen vorhanden mit Bewegung, doch wirken die recht einfach und billig gehalten – niedriges Budget. Zudem bekommen wir den Killerparasit oft in die Kamera gedrückt oder geworfen von oben, kurze Erklärung Kamera schaut vom Boden an die Decke und das Vieh bewegt sich auf einen zu. Dies ist aufgrund der damaligen 3D Filmung zurück zu schließen, die allerdings nur dem Kino vorbehalten war. Auf der damaligen VHS Veröffentlichung ist diese Version nie erschienen. Schaut man sich die etwas heftigeren Szenen an, so wurde hier mit Liebe und Verständnis getüftelt. Sie wirken gut inszeniert und lassen die Herzen der Splatterfans etwas schneller schlagen. Diese sind jedoch nur in ungeschnittenen Fassung zu sehen. Die Version mit der 16 Freigabe ist gekürzt.

Ein weiterer Punkt den viele Kritiker wohl falsch interpretiert haben, ist die Rolle von Demi Moore. Ja richtig gelesen, die Ex-Frau von Bruce Willis und Ashton Kutcher hatte in der Killerparasit eine Hauptrolle zu besetzen, sofern man von einer Hauptrolle sprechen kann. Im Film ist es schwer auseinander zu halten, wer welchen Part übernommen hat. Manche Kritiker erwähnen das Demi die uns später Kassenschlager wie „Ghost – Nachricht von Sam“ und „Die Akte Jane „ bescherte, die Rolle nur wegen dem Geld annahm, aber zu dem Zeitpunkt stand sie noch am Anfang ihrer langen Karriere. Da ist man noch bereit alles anzunehmen was man als junge unbekannte Schauspielerin bekommen kann. Erst nach einem Kino – Hit kann man anfangen sich seine Rollen zum Teil selbst auszusuchen.

Wer auf Monster Trash Streifen steht und gerne ein frühes Werk von Charles Band erleben möchte, wird mit Der Killerparasit sicherlich seine Freude haben. Als ernstzunehmender Film auf A- oder B-Movie Schiene ist er durchgefallen. Aufgrund vieler fehlenden Aspekte, die dem Streifen sicherlich nach oben verholfen hätte, ordne ich ihn im C-Movie Bereich ein. Die VHS Auflage vom Label „Rainbow“ ist komplett ungeschnitten. Im Juli 2012 wurde Der Killerparasit vom Index gestrichen, somit war es nur eine Frage der Zeit bis ein Label wie in kürze ´84 Entertainment diesen Monster-Trash Streifen ungeschnitten auf DVD veröffentlicht im Mediabook und Hartboxen mit verschiedenen Covermotiven.