Ambulance (1990)

Josh Baker lebt in New York und arbeitet als Comiczeichner.
Nach Ende seiner Arbeitszeit spricht er eine Frau an und möchte sich mit ihr verabreden. Bevor die beiden jedoch ins Gespräch kommen, muss Sandra aufgrund eines Schlaganfalls ins Krankenhaus eingeliefert werden. Als Josh sie im Krankenhaus besuchen will, muss er feststellen, dass sie niemals eingeliefert wurde. Die Suche scheint ausweglos, auch in den umherliegenden Krankenhäusern weis niemand über Sandras Zwischenfall bescheid. Erst mit Hilfe von Detektiv Spencer geht man der Sache nach, als immer mehr ähnliche Fälle stattfinden. Als die beiden dann selbst ins Visier der Mörder geraten, bleibt ihnen und den vermissten Personen nicht mehr viel Zeit sich zu retten und ein Spiel um Leben und Tod beginnt.

Seit den 70er Jahren ist der Regisseur Larry Cohen in der Filmbranche tätig, und ist ein Garant für solide B – Streifen, vor allem kostengünstige Horror – Thriller hatten es ihm angetan. Zu seinen beliebtesten Werken zählen zweifelslos „DIE WIEGE DES BÖSEN“ von 1974, „DIE WIEGE DES SCHRECKENS“ aus dem Jahr 1987 und natürlich „AMBULANCE“ von 1990 von dem ich hier rede. Die Story ist simpel und kann dennoch gut punkten, Cohen schaffte es wiedermal mit einem geringen Budegt ein solides, spannendes und unterhaltsames auf die Leinwand zu bringen, zwar ist der Streifen Anfang der 90er entstanden, doch merkt man ihm an das die 80er noch nicht vorbei waren, sei es die Frisuren und Outfits der Darsteller. Das beste Beispiel ist am Hauptdarsteller Eric Roberts zu sehen, seine VoKuHiLa Frisur ist ein Überbleibsel der 80er und die braune Bundfaltenhose haut noch einen drauf.

Aber der Thriller AMBULANCE konnte sich damals schon in den Videotheken von der üblichen Massenware deutlich abheben und eine kleine aber feine Fangemeinde entwickeln, die bis heute noch besteht, aber dann bitte ungeschnitten, aber dazu später mehr. Eric Roberts ist ein Schauspieler der eine unwahrscheinlich lange Filmliste bieten kann, aber immer noch auf seine Oscar wartet, seine Darbietung in AMBULANCE hat dieses Ziel auch nicht näher gebracht. Zu seiner Filmlaufbahn zählen Streifen wie „RUNAWAY TRAIN“ von 1985, „KARATE TIGER IV“ von 1989 und „THE SPECIALIST“ von 1994 an der Seite von Sylvester Stallone. Roberts ist ein Schauspieler der sich nicht auf ein Genre festgelegt hat, aber trotz seiner langen Filmliste, hat er es nur selten geschafft aus dem Bereich des B – Movies sich hervor zuheben.

Der Streifen AMBULANCE ist sehr spannend inszeniert worden, viele Ortswechsel und immer wieder kleine Informationshäppchen für den Zuschauer runden das Gesamtbild gut ab. Cohen ist auch ein Mensch der gerne mal etwas abseits von den Klischees sich aufhält, so baute er in AMBULANCE Szenen und Handlungen ein, die nicht typisch für einen Horrorfilm sind, aber durch ihre Einfachheit und gut dosierte Einsetzung ihre volle Wirkung offenbaren. Roberts wird von einem Randalierer zusammen geschlagen, wozu? – Richtig, damit der Krankenwagen kommt um ihn mitzunehmen, so kann man auch gekonnt sein Finale einläuten. Viele Szenen wurden mit den damals viel verwendeten Synthesizerklängen untermalt, dies ist auch ein typisches Mittel zum Zweck in den 80er Jahren gewesen, was ein wenig in den 90er noch übernommen wurde, erst später kamen richtige Musikstücke und Songs in den Einsatz.

Der Streifen AMBULANCE lief in Deutschland sogar im Kino, jedoch wartet er immer noch auf eine ordentliche DVD Veröffentlichung, die VHS Version vom Label „MARKETING“ ist geschnitten und hat eine Freigabe von 16 bekommen, zwar wurde hier eher weniger die Schere an der Gewalt angesetzt, denn allzu viele Gewaltszenen sind hier nicht vertreten, dennoch wurden Dialoge und Szenen gekürzt, wer sich die VHS Version genauer anschaut dem wird das sicherlich auffallen, AMBULANCE gibt es als Bootleg, auf Filmbörsen und in diversen Auktionshäusern im Internet und die soll laut Angaben komplett ungeschnitten sein und hat eine Freigabe von 18. Die fehlenden Szenen sind im englischen Originalton und wurden nicht neusynchronisiert und auch nicht untertitelt. Laut Angaben soll sie auch ein ordentliches Bild und einen angenehmen Ton bieten.