Kritik: C.I.A. Codename: Alexa (1992)

Einige Terroristen überfallen ein Gebäude der Regierung, stehlen einen brisanten Computerchip mit geheimen Nuklearinformationen und nehmen Geiseln. Zwar kann CIA-Agent Graver (Lorenzo Lamas) die Terroristen erledigen, aber der Mikrochip bleibt verschwunden. Doch der Auftraggeber der Terroristen, Victor Mahler (Alex Cord), weiß, dass er in der Leiche eines der Terroristen steckt. So schickt er ein weiteres Team unter der Leitung von Alexa (Kathleen Kinmont) um die Leiche zu besorgen. Dabei gerät Alexa in die Hände der Polizei und der Regierung. Graver versucht Alexa auf seine Seite zu ziehen, um an den Mikrochip und den Hintermann zu gelangen.

 

Die Amerikaner verarbeiteten Ihre Ängste und Sorgen seitens der Russen vor allem filmisch gesehen. Die Angst vor dem nuklearen Angriff aus dem Hinterhalt ist und war allgegenwärtig. Besonders wenn es noch um neue Technologien geht, die eine sogenannte Wunderwaffe beherbergen könnten, steht mit an vorderster Front. Diese Angst nahmen sich viele Regisseure an sich und schufen somit ihre Meinung und Vorgehensweise damit fertig zu werden. Auch der Regisseur von C.I.A. Codename: Alexa Joseph Merhi trug sein Standpunkt bei. Merhi kann mit einigen Streifen aus seiner Filmographie glänzen und schubste sich damit in den höheren B – Movie Bereich. Zu seinen weiteren Werken zählen Filme mit Titeln wie „L.A. Vice“ von 1989, „Repo Jake“ aus dem Jahr 1990 oder auch „Karate Tiger 7“.

 

Für die Hauptrolle wurde der damalige Actionstar Lorenzo Lamas engagiert. Der langhaarige schlanke Mann war in diversen B – Movies daheim und arbeitete des öfteren mit Merhi eng zusammen. Lamas hatte aber auch diverse kleine Rollen in TV – Serien. Durch den Erfolg von C.I.A. Codename: Alexa wurde später eine Fortsetzung gedreht wo er wiedermal sich die Hauptrolle sichern konnte. Zu seinen bekanntesten und beliebtesten Streifen zählt zweifellos die „Snake Eater“ Reihe, die es immerhin auf insgesamt drei Filme schaffte, und lange nur auf VHS erhältlich war. Aber auch Lamas seine Werke tauchen nach und nach in der digitalen Welt auf. Wer sich für Codename: Alexa entscheidet sollte sich eines im Vorfeld bewusst sein, die Story ist nur sehr minimal und nicht weiter ausgearbeitet. Wendungen und Überraschungen sind Mangelware, im Vordergrund steht die blanke Action. Leichte und angenehme Kost versprechen viele Filme mit Lamas und Anhängern. Dies liegt aber auch viel am Konzept was PM ENTERTAINMENT an den Tag legte. Die Drehbücher sind einfach gestrickt und gradlinig im Ablauf. Störungen und Verwirrungen sind komplett beiseite geschoben worden, sie würden den simplen Ablauf der Handlungen nur unnötig stören und den Unterhaltungswert minimieren. Auch sollte man Bedenken das viele Drehbuchautoren oft dermaßen übertrieben haben und ihrer Fantasie freien Lauf ließen.

 

Doch Filme von PM ENTERTAINMENT, wie auch C.I.A. Codename: Alexa bieten gute Action, gepaart mit harten Fights, die recht plausibel und sehr gut choreographiert in Szene gesetzt wurden. Zwar hielt man sich hier etwas dezent zurück, aber die üblichen Einlagen wie Shootouts und kleine Verfolgungsjagden fanden ihren festen Platz im Plot. Nur wenige Schauspieler wirken in den Kampfszenen etwas plump und träge, dies ist aber auf vollkommende Unkenntnis zurück zu führen, nicht jeder hat Kampferfahrung wie ein Herr Lamas. Ein ehemaliger Profispieler namens O.J.Simpson hat auch seine Auftritte und Glanzpunkte im Film. Auch er ist kein unbekannter im Filmgeschäft, fast jeder dürfte ihn aus „Die nackte Kanone“ kennen und hat so manche Sachen mit ihm durchgelitten. Vor allem beim großen Finale unterstützt er Lamas tatkräftig und haut mal ordentlich drauf.

 

Musiktechnisch und Kulissentechnisch hält sich der Film sehr bedeckt und zurück. Allzu viel Abwechslung bekommt das Auge und Ohr des Zuschauers nicht geboten, wahrscheinlich waren Budgetgründe der Grund für diese Sparmaßnahmen. Trotz diverser Schwachpunkte, kann C.I.A. Codename: Alexa durchaus überzeugen und unterhalten. Für einen B – Movie Actioner sehr brauchbar und kann mit anderen Produktionen aus dem Genre gut mitschwimmen. Simple Unterhaltung, einfaches Spaß – Kino ohne großes Schnick-Schnack. Wer sich für dieses Werk interessiert muss noch zur VHS greifen. Doch laut diversen Quellen soll dieser Streifen in der „Platinum Cult Edition“ seinen festen Platz bekommen. Lassen wir uns überraschen!  

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