Kritik: Die Schlitzaugen mit dem Superschlag (1979)

Kung Fu Ching hält sich selbst für ein großes Kung Fu Talent. Wegen diesem Selbstvertrauen nimmt er gleichzeitig bei zwei Kampfschulen Unterricht. Was sich später als Fehler erweisen sollte und er prompt beider Schulen verwiesen wird. Durch einen glücklichen Zufall trifft er auf den unscheinbaren Tao Pao, der ein Kung Fu Experte ist. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, woraufhin Tao ihn in die Kunst des Kung Fu’s unterrichtet. Zufällig gerät Kung Fu Ching in den Kampf seiner ehemaligen Meister mit deren Feind Tien Fung, plötzlich befindet er sich vor der größten Herausforderung seines Lebens.

 

Die Schlitzaugen mit dem Superschlag ist eine typische Eastern – Komödie aus den 70er Jahren. Sie entstand unter der Regie von Joe Cheung Tung-Cho und vereint das später im Westen übernommene Buddy Movie Prinzip. Eine Eastern – Komödie vereint verschiedene Elemente, sei es der Humor, der hier oft von Situationskomik und Grimassen der Darsteller präsentiert wird, sowie aber auch die Kämpfe der Protagonisten die der Handlung noch den nötigen Feinschliff geben.

Durch die Präsenz von Darsteller Sammo Hung, den manche aus Filmen wie die POWERMAN Filmreihe an der Seite von Jackie Chan oder SHANGHAI POLICE – DIE WÜSTESTE TRUPPE DER WELT von 1986. Storytechnisch bewegt sich der Film DIE SCHLITZAUGEN MIT DEN SUPERSCHLAG im normalen 08/15 Bereich, sie bietet nichts neues, ein taugenichts lernt von einem Meister die Kampftechniken um den Bösen Buben eins auf die Mütze zu geben. Doch anstatt wie man es meist aus den älteren Kampffilmen kennt, ist dieses mal der Meister kein Trinker, statt dessen nutzt er die Kochschürze.

Das Tempo ist recht flott, und man verfolgt gespannt dem Hauptplot, der auch durch einige Nebenplots führt, doch diese wirken nicht ausgereift, und dem Zuschauer werden zuviele Nebencharaktere um die Ohren gehauen, die oft wenig bis gar nichts mit dem Hauptstrang der Story zu tun haben, dies sorgt etwas für Verwirrung. Die Kämpfe sind gut choreografiert und wissen zu gefallen, zwar wird hier auch ab und an durch die Luft geflogen, doch das gehörte damals zum typischen Bild solcher Kampfstreifen. Was man sehr gut dem Streifen zusprechen kann, ist die deutsche Synchronisation, sie bringt so einige Lacher und Schmunzler hervor, dumme oft sinnlose Bemerkungen und Äußerungen sind hier an der Tagesordnung und verhelfen dem Film zu einem unterhaltsamen Easternstreifen.

Wer sich etwas mit Easternstreifen auskennt, dem dürfte bei diesem Werk hier, der Soundtrack auffallen. Statt den typischen Klängen bekommt man hier griechische Sirtaki – Klänge auf die Ohren. DIE SCHLITZAUGEN MIT DEM SUPERSCHLAG gibt es auf VHS und DVD, die VHS Versionen sind um gute 10 Minuten erleichtert worden, ein paar Fights und Abschnitte der Handlung wurden entfernt. Wer den Film ungeschnitten erleben möchte, sollte sich die DVD vom Label NEW ENTERTAINMENT zulegen.

Die DVD kommt in einer kleinen, schicken Buchbox daher, und die damals fehlenden Szenen sind im Originalton mit Untertiteln eingefügt worden. Diese Eastern – Komödie ist recht unbekannt, und fristet ein Dasein hinter vielen anderen Vertretern dieses Genres, die meist weitaus miserabler sind als dieser hier.

 

 

 

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