Die Unglaubliche Geschichte der Mrs. K. (1981)

Die Hausfrau Pat Kramer (Lily Tomlin) wird einem Mix aus verschiedenen Haushaltschemikalien ausgesetzt und beginnt von da an unaufhaltsam zu schrumpfen. Das bringt nicht nur ihre Familie durcheinander, auch die Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel. Während sie die Medien groß rausbringen, plant eine Gruppe Finstermänner jedoch schon die Erringung der Weltherrschaft. Der Schlüssel: Pat Kramer.

In der folgenden Kritik beschäftige ich mich mit dem Film Die unglaubliche Geschichte der Mrs. K. (Originaltitel: The Incredible Shrinking Woman) Dieser Film ist eine US-amerikanischeScience-FictionFilmkomödie aus dem Jahr 1981. Regie führte Joel Schumacher, das Drehbuch schrieb Jane Wagner anhand des gleichnamigen Romans von Richard Matheson. Bei diesem Film handelt es sich bereits um ein Remake von „Die Unglaubliche Geschichte der Mrs. C“ aus dem Jahr 1957.

Die allseits beliebte Hausfrau und Mutter Pat Kramer (gespielt von Lily Tomlin) ist tagtäglich den verschiedensten Chemikalien ausgesetzt. Ihr Ehegatte ein erfolgreicher Werbefachmann bringt verschiedene Produkte ins Eigenheim um sie zu testen und zu promoten. Doch durch den ständigen Kontakt der Produkte beginnt Pat zu schrumpfen. Das sorgt nicht nur in ihrer Familie für Unruhe, auch die Nachbarschaft leidet mit. Aber findige Wissenschaftler möchten aus der Misere ihren Profit schlagen und entführen die kleine Frau, mit dem Ziel die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Die Unglaubliche Geschichte der Mrs. K ist ein sehr frühes Werk vom Regisseur Joel Schumacher. Zeigt aber schon sehr deutlich was für ein Potenzial und Ideenreichtum in diesem Mann steckt. Zu seinen weiteren Werken zählen Filme wie „The Lost Boys“ von 1987, „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“ von 1993 und nicht zu vergessen „Batman Forever“ aus dem Jahr 1995.

Für die Rolle der Mrs. K wurde die amerikanische Schauspielerin Lily Tomlin engagiert. Sie wrikte mit Steve Martin im Film „Solo für Zwei“ aus dem Jahr 1984 und „Die Beverly Hillbillies sind los“ von 1993 mit. Zu ihrer weiteren Laufbahn kommen noch diverse Auftritte und kleine Rollen in TV – Serien dazu.

Schon in den 80er Jahren bestand ein großer Konsumwahn in der Gesellschaft. Irgendwie gab es für alles ein Mittel oder Produkt, der Erfindungsreichtum war auf einem Hochpunkt. Zwar wird der Konsumwahn der Gesellschaft im Film angedeutet, verliert aber an Bedeutung. Doch die Darstellung einer überforderten Mutter mit mehreren Kindern, wo man sich freut wenn Produkte einem das Leben erleichtern können, wird vortrefflich in Szene gesetzt. Die darstellerische Leistung der Mutter Pat Kramer wird von Lily Tomlin sehr überzeugend dargeboten. Durch den Einsatz der Körpersprache und verschiedenen Mimiken bekommt ihre Rolle einen Echtheitsgrad, in dem sich so manche Frauen hineinversetzen können. Alle übrigen Darsteller agieren ihren Rollen entsprechend sehr authentisch und fallen nicht negativ ins Bild.

Was man dem Film sehr gut zusprechen kann, sind die Sets. Die Kulissen wurden aufwendig dem damaligen Entstehungsjahr entsprechend gebaut und kameratechnisch eingefangen. Sei es ein überdimensionaler Einkaufswagen oder auch einen Bleistift, um nur ein paar Dinge zu nennen. Was nicht nachgebaut wurde, da wurde mit einfachen Mitteln einfach die kleine Frau in ein anderes Bild hineinkopiert. Für kleine Produktionen standen ja auch nicht unbegrenzt ein Budget zur Verfügung um vielerlei Dinge zu realisieren. Doch bei dieser amüsanten Komödie reichen die Spielereien vollkommen aus und wissen zu gefallen. Im späteren Verlauf taucht noch ein Gorilla auf, hier schlüpfte ein Schauspieler ins Kostüm und verlieh dem Tier menschliche Züge und Verhaltensmuster. Dies geschah aber wohl eher aus Kostengründen, um nicht das Budget nach oben schiessen zu lassen. Vielleicht mag auch das einfache drehen mit einem Mensch im Kostüm eine tragende Rolle gespielt zu haben.

Die Unglaubliche Geschichte der Mrs. K orientiert sich recht nah am Original aus dem Jahr 1957. Doch weist er ein paar Längen auf, die Einführungszeit in die Familie Kramer nimmt recht viel Spielzeit in Anspruch. Dadurch wird dem Film etwas an Unterhaltung genommen, den er aber im späteren Verlauf wieder gekonnt aufholt. Für manche wirkt der Film und die Komik die er enthält etwas angestaubt, man sollte aber nicht vergessen das er mehr als 30 Jahre auf dem Buckel hat. Dennoch ist er eine unterhaltsame Komödie für groß und klein. Und die Thematik des Konsumwahns ist immer noch aktuell und sollte nicht in Vergessenheit geraten. Somit kann man dem Film ein gewisses Maß an Zeitlosigkeit zusprechen.

Wer sich nun etwas in seine Kindheit zurück versetzen lassen möchte und nicht warten möchte, bis die Unglaubliche Geschichte der Mrs. K mal wieder im Free TV zu erblicken ist, kann ihn sich auf DVD nach Hause holen. Mit einer Freigabe von 12 Jahren ist er ein familientauglicher Film.

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