Kritik: Fäuste – Du musst um Dein Recht kämpfen (1992)

Tommy Riley (James Marshall) ist neu an der Schule und wird sofort von einer jugendlichen Bande provoziert. Obwohl er versucht der Gewalt aus dem Weg zu gehen, bleibt ihn schließlich nichts anderes übrig, als seine Fäuste zu benutzen. Als er erfährt, daß seine Vater Spielschulden hat, läßt er sich auf illegale Boxkämpfe bei Jimmy Horn (Brian Dennehy) ein. Doch dieser hat nur seinen eigenen Profit im Sinn. Als Tommy sich weigert gegen seinen Freund Abraham Lincoln Haines (Cuba Gooding Jr.) anzutreten, da dieser bei einem weiteren Schlag getötet werden könnte, fordert nun Horn Tommy zum Kampf heraus.

1992 war es soweit, der Regisseur Rowdy Herrington drehte das Box – Drama in Verbindung mit einem Jugenddrama mit dem Titel FÄUSTE – DU MUSST UM DEIN RECHT KÄMPFEN. Die Ähnlichkeiten zum legendären Rocky Balboa sind klar erkennbar, wobei hier der Regisseur sich auch die dreckige Seite des Boxergeschäftes annahm und diese eindringlich dem Zuschauer näher bringt. Die Geschichte ist recht einfach und flott erzählt.

Der junge Tommy (gespielt von James Marshall) muss mit seinem Vater in eine Slum – Gegend umziehen, wo der Hauptteil der Bevölkerung die dunkle Hautfarbe hat. Sein Vater hat bei einem Kredithai hohe Spielschulden, Tommy ist durch den neuen Job des Vaters oft alleine und ein fast unvermeidliches Zusammentreffen mit einer schwarzen Gang kommt es zum Streit, doch der schwarze Boxer Abraham ( Cuba Gooding Jr.) eilt ihm zu Hilfe. Tommy bekommt ein Angebot von einem Boxveranstalter und sieht darin die Gelegenheit schnell ans Geld zu kommen um seinen Vater beim begleichen der Schulden behilflich zu sein. Doch in ihm steckt Talent und der miese Boxveranstalter sieht in ihm die Chance ans große Geld zu kommen und möchte ihn nicht einfach von dannen ziehen lassen.

Der Streifen FÄUSTE – DU MUSST UM DEIN RECHT KÄMPFEN ist sehr temporeich und es finden sehr viele Zweikämpfe im Ring statt, sie sind allesamt sehr schön anzusehen und wirken sehr natürlich und nicht gekünstelt. Dadurch wird der Story einem gewissen Grad an Spannung bereitet, der den Zuschauer bei Laune hält und ihn so ans Geschehen bindet. Auch wenn manche Fights sich wohl besser ausserhalb des Rings ohne die Fäuste klären lassen könnten, so werden Unstimmigkeiten konstant im Ring ausgetragen! Betrachtet man den Film aus der Dramatischen Sichtweise, so scheint er ganz solide zu sein, auch wenn hier manches etwas überzogen scheint. Natürlich darf eine kleine Liebesgeschichte nicht fehlen, spielt sich aber eher am Rande des Geschehens ab, in erster Linie geht es um Freundschaft und männlicher verletzter Stolz!

Die Actionszenen sprich die Boxszenen sind sehr temporeich und spektakulär in Szene gesetzt worden, hier fliegen wahrlich die Fäuste hin und her. Auch gehen manche Fights zwischen zwei Kontrahenten oft sehr blutig aus, ehe einer endlich zu Boden sackt. Zwar kann der Film mit der Kultfigur Rocky nicht mithalten, aber sich im Fahrwasser sehr gut halten und ebenso Sportfans begeistern und mitreissen. Schöner Nebenaspekt beim Film ist es, das der Regisseur auch mal die negativen Seite des Boxsports offenbart und auch die fiesen Tricks und Machenschaften offen zeigt und darstellt. Es ist nicht immer alles schön, wer weiß was immer dahinter steckt.

FÄUSTE – DU MUSST UM DEIN RECHT KÄMPFEN ist ein solider und unterhaltsamer Streifen aus dem Sportgenre. Spannung, gute Atmosphäre, die auch durch die aufwendigen Sets und Bauten zustande kommen sind vorhanden und werden voll ausgereizt. Den Film gibt es auf VHS und DVD, nur wird er leider so gut wie nie im Free TV ausgestrahlt.