Kritik: Ferris macht blau (1986)

An einem Frühlingstag kurz vor seiner Abschlussprüfung geht Ferris Bueller (Matthew Broderick) seinem riesigen Bedürfnis nach, die Schule zu schwänzen, um mit seiner Freundin (Mia Sara) und seinem besten Freund (Alan Ruck) durch die Innenstadt von Chicago zu streifen, Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, einen Tag voller Freiheit zu genießen und zu zeigen, dass das Leben mit 17 ein wenig Einfallsreichtum, etwas Mut und mit einem roten Ferrari voller Spaß sein kann!

 

In den 80er Jahren waren Komödien sehr angesagt beim Publikum, und nur recht wenige geniessen heute noch einen Kultstatus, es gab zahlreiche Produktionen die recht schnell und simpel gedreht wurden und schnell wieder verschwanden, wie sie auch auftauchten. Doch FERRIS MACHT BLAU besitzt den Kultstatus und hält ihn wacker aufrecht. Wer hat nicht schon mal Blau in seinem Leben gemacht, sei es in der Schulzeit oder auch später im Berufsleben. Regisseur John Hughes der leider 2009 verstarb hinterließ uns eine Menge solcher Komödien die sich beim Zuschauer ins Gedächtnis eingebrannt haben. Zu seinen weiteren Werken zählen LISA – DER HELLE WAHNSINN, ALLEIN MIT ONKEL BUCK und auch BREAKFAST CLUB – DER FRÜHSTÜCKSCLUB sollte nicht unerwähnt bleiben.

In FERRIS MACHT BLAU hatten diverse Schauspieler ihre ersten Erfahrungen im Filmgeschäft gesammelt, dazu zählt vor allem Matthew Broderick der Ferris hervoragend interpretiert und auf die Leinwand brachte, der überzogende Charakter ist sympathisch und weckt Erinnerungen, als seine Schwester tauchte Jennifer Grey auf, die man später auch als Baby in DIRTY DANCING erblicken konnte, aber auch Stars wie Charlie Sheen hatte eine kleine Rolle im Film. Alan Ruck der den Cameron spielte, war schon 1983 in dem Drama BAD BOYS zu sehen, er ist heute immer noch als Schauspieler aktiv und in diversen Serien und Filmen zu sehen. Seine Mimiken und Gesten in FERRIS MACHT BLAU sind einfach nur klasse. Auch er verkörperte den Charakter Cameron auf seine Weise sehr ansprechend und sympathisch.

In erste Linie wird das erwachsen werden auf die Schippe genommen, auf humorvolle und unterhaltsame Art und Weise. Jeder Charakter im Film hat eine besondere Eigenschaft und trägt zum Unterhaltungswert bei. Die Humorschiene ist gut gewählt und wurde bis knapp an der Grenze zum Klamauk ausgereizt, somit ist er nicht lächerlich und stumpf, vor allem wurde in den 80er Jahren noch weitgehend auf Gags unterhalb der Gürtellinie verzichtet. FERRIS MACHT BLAU ist simpel gestrickt und folgt einem klaren Ablauf, keine grossen Wendungen oder allzuviel Tiefgang sind der Story gewidmet.

Der Film vermittelt sehr deutlich das Flair und den Charme der 80er Jahre, dazu zählt auch die musikalische Untermalung, sie ist nicht zu aufdringlich und passend zu den jeweiligen Szenen auserwählt worden. Oft wurde das Schema von diesem Film kopiert, aber nie erreicht, FERRIS MACHT BLAU ist einzigartig und trägt seinen Kultstatus mit Würde und Stolz.

Es gibt ihn auf VHS und DVD und hat eine Freigabe von 12, und ist ein idealer Film für einen gemütlichen Nachmittag vor dem Fernseher. Im Free TV wird er gelegentlich ausgestrahlt und wer auf eine Reise in die Vergangenheit Lust verspürt, sollte sich FERRIS MACHT BLAU ansehen! Anfang der 90er versuchte man sich auch an einer Serie mit dem Titel “FERRIS BUELLER” die lief allerdings nur auf Sat1 und Nick und wurde recht schnell aufgrund mangelnder Zuschauer wieder abgesetzt!

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