Kritik: The Hunter (1988)

Die Welt ist zerstört, die meisten Männer können keine Kinder zeugen. Eine der wenigen Ausnahmen ist Hell, der einen Deal mit der Regierung eingeht, so viele Frauen wie möglich zu schwängern. Einige fruchtbare Frauen werden in Frogtown gefangen gehalten, einer Stadt in der Mutanten leben, deren Gene sich aus Frosch und Mensch gemischt haben.

Manche Streifen haben ja mehrere Titel, wie auch bei THE HUNTER oder auch unter HELL COMES TO FROGTOWN in Deutschland bekannt, den Endzeitstreifen von Donald G. Jackson und R.J. Kizer gab es lange nur auf VHS und wurde letztens vom Label „MIG“ oder besser gesagt vom internen Label MARITIM PICTURES auf DVD veröffentlicht. Wer auf die Thematik der Endzeit was übrig hat, und auch dem Hang zum Trash nicht abgeneigt ist, sollte ruhig einen Blick auf diesen Streifen werfen.

Die Geschichte auf der DVD Hülle liest sich schon absurd und in gewissen Dingen ist es der ganze Film, das man dieses Werk nicht unbedingt Ernst nehmen sollte, dürfte vielen klar sein. Die Geschichte handelt von Sam (gespielt von Roddy Piper, den manche noch als Wrestler kennen dürften), der einen Vertrag mit der Regierung eingeht und so für Nachwuchs auf der Erde sorgen soll, da genau seine Spermaproduktion herausragend ist, und bestens geeignet ist. Das bedeutet für Ihn, er soll mit sehr vielen weiblichen Geschöpfen den Geschlechtsakt vollziehen, damit es wieder genug Babys gibt, dieser Auftrag würde bestimmt anderen Männern auf der Welt auch gefallen, doch auf Kommando und man bekommt die Frau vorgesetzt mit der man intim werden soll? Nun gut, damit er seinen Auftrag erfüllt, wird ihm eine weibliche Begleitung gestellt „Spangle“ (gespielt von Sandahl Bergman, die viele aus CONAN kennen), dazu gesellt sich noch ein weiblicher Söldnerverschnitt als Wache. Alle drei begeben sich auf eine Reise zu FROGTOWN, wo Menschen die durch den Atomkrieg zu riesigen Fröschen wurden, um dort ein Geheimnis zu lüften, somit ist der Roadmovie fast perfekt, doch gesellt sich noch ein Buddy Movie dazu, die Reibereien und Streitereien von Sam und Spangle sind eine wahre Freude für Fans des guten Humors, die beiden erinnern doch sehr an ein altes Ehepaar, was sich gerne gegenseitig ärgert und piesackt.

Doch im Vordergrund stehen Sam sein Auftrag und natürlich Frogtown, obwohl es nur wenig von diesem Schauplatz zu sehen gibt, was sehr schade für Endzeitfetichisten ist, denn somit werden viele Wieso und Warum unbeantwortet bleiben, und der Zuschauer verbleibt im Unwissenden. Doch ein grosses Plus geht an die Kostümbildner und die Maske, denn auch wenn es sich bei diesem Streifen um einen B – Movie handelt, so wurde viel von dem wenigen Budget an die richtigen Abteilungen vergeben, die Froschwesen sehen recht aufwendig aus, und wissen zu Gefallen, was sich beim Unterhaltungswert für den Zuschauer sichtlich bemerkbar macht. Ich vergebe dem Film einen Punkt an EROTIK, da man recht häufig Sandahl Bergmann in knappen Outfits zu Gesicht bekommt, ähnlich wie bei CONAN, doch ihre Klamotten wirft sie nie komplett ab, diesen Part des Nackt seins wird der Begleitung als Wache überlassen.

Der Humor befindet sich auf einem guten Level und viele Sprüche zünden genau da wo sie zünden sollen, kaum Rohrkrepierer, das lockert die Atmospähre gut auf, und entschädigt den Zuschauer der leider vergeblich auf Action wartet doch ungemein. Der Streifen hat seine kleinen Schwächen, aber auch Stärken und kann sich so gut im Mittelfeld einordnen und braucht sich hinter anderen Werken mit der Thematik der Endzeit nicht verstecken und wird sicher weitere Fans für sich gewinnen, wo bekommt man auch schon: Komödie, Erotik. SciFi und Trash in einem Film geboten? Den Streifen gibt es seit einiger Zeit auf DVD im Handel und hat eine Freigabe von 16 erhalten, die vollkommen in Ordnung geht. Eine kleine Perle der Vergangenheit wurde digital verewigt.

Es folgten noch drei Fortsetzungen von THE HUNTER, jedoch sind allesamt nicht in Deutschland erhältlich und haben nicht mehr dieselben Darsteller in der Castliste!