Kritik: Kuffs – Ein Kerl zum Schießen (1991)

George Kuffs (Christian Slater) ist ein junger Taugenichts, der die Highschool abgebrochen hat und arbeitslos ist. Als er dann erfährt, dass seine Freundin Maya (Milla Jovovich) schwanger ist, verlässt er sie und besucht seinen Bruder Brad (Bruce Boxleitner) in San Francisco. Dieser leitet einen privaten Sicherheitsdienst, der die Polizei unterstützt. Jedoch wird er von den Gangstern, die seinen Bezirk verunsichern bedroht. Als George ihn besucht, muss er mitansehen wie Brad ermordert wird und der Täter auf freien Fuß gesetzt wird. George beschließt den Sicherheitsdienst seines Bruders zu übernehmen, um Rache zu üben. Nur zu dumm, dass er überhaupt keine Ahnung von den Aufgaben eines Polizisten hat.

Manchmal verspricht ein Titel eines Films mehr als er halten kann, doch bei KUFFS – EIN KERL ZUM SCHIESSEN trifft es den Nagel auf den Kopf. Diese amüsante Action – Komödie, ist ein gutes Beispiel für einen gelungenen Streifen aus diesem Genre und aus den 90er Jahren. Regie führte Bruce A. Evans, dies war sein erster Kinofilm, 2007 folgte noch der Film MR. BROOKS – DER MÖRDER IN DIR, dies waren seine einzigen Filme wo er selbst Regie führte, ihm hatten es mehr die Drehbücher angetan.

So lieferte er das Skript zu STAND BY ME – DAS GEHEIMIS EINES SOMMERS von 1986, STARMAN von 1984, DIE PIRATENBRAUT von 1995 und auch AUS DEM DSCHUNGEL IN DEN DSCHUNGEL von 1997 mit Tim Allen in der Hauptrolle.

Für die Hauptrollen in KUFFS wurden zwei erfolgreiche Schauspieler gecastet, die Rede ist von Christian Slater und Milla Jovovich, die die meisten wohl auch als Alice aus Resident Evil kennen dürften, jedoch ist ihre Rolle in KUFFS eher im Hintergrund angesiedelt, und ihre Screentime ist begrenzt, in einer Nebenrolle ist noch Bruce Boxleitner zu erkennen, den manche noch aus AGENTIN MIT HERZ, der Krimiserie aus den 80er Jahren kennen. Aber beide Darsteller können mit ihren Leistungen beim Zuschauer punkten und wissen zu unterhalten.

Was bei Slaters Rolle noch sehr gut zur Geltung kommt, das sein Charakter KUFFS sich oft mit dem Zuschauer unterhält, auch wenn diese Kommunikation recht einseitig verläuft, weil Zuschauer kann ja nicht agieren, so wird doch recht interessant die Aufmerksamkeit geweckt und der Zuschauer erfährt noch recht viel aus KUFFS seinem Leben und seiner Vergangenheit. KUFFS ist eine unterhaltsame spritzige Cop Komödie, wobei die Action eher rar ist, hier wurde mehr auf Gags und flotten Sprüchen geachtet, zwar sind auch Schusswechsel und Verfolgungsjagden zu sehen, aber verhalten sich eher bedeckt und dienen nur zur Storyunterstützung. Slater mimt wunderbar den Sunnyboy, und seine lässige lockere Kleidung unterstreicht dieses Image auch optisch sehr gut.

Diese Action – Komödie ist recht temporeich, nur wenige Passagen wirken etwas in die Länge gezogen, und sind eher ruhig weil es sich um ernste Themen in der Story handelt. Musikalisch kann der Soundtrack von KUFFS punkten, hier erlebt man typische erkennbare Synthesizersounds wie man es auch aus BEVERLY HILLS COP kennen dürfte, und liebt. Auch hier taucht oft eine Melodie im Film auf, die sich durch den ganzen Storyverlauf schlängelt, sozusagen fast Ohrwurmgarantie, die ernsteren Passagen wurden mit ruhigen Klängen versehen, um die Wirkung und Darstellung noch zu untermalen.

KUFFS gibt es in Deutschland gelegentlich im Free TV zu sehen, wer es jedoch immer verpasst hat, muss zur VHS vom Label MARKETING greifen, dies ist die einzige VHS Auflage und ist leider auch nur gekürzt erhältlich und besitzt eine Freigabe von 12, die DVD die sich im Umlauf befindet ist ein BOOTLEG, aber ungeschnitten. KUFFS ist eine gesunde Mischung und bietet unterhaltsame Abwechslung und spontane Ideen auf der Mattscheibe, nicht nur für Komödienfans sei dieser Film ans Herz gelegt.

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