Kritik: Man’s Best Friend (1993)

Ein genetisch veränderter Hund entkommt versehentlich aus dem Versuchslabor von Dr. Jarret (Lance Henriksen) und kommt bei Lori Tanner (Ally Sheedy) unter, einer engagierten Tierrechtlerin. Zunächst ist der Hund sehr folgsam und intelligent, doch bald entwickelt er sich zu einer monströsen Killermaschine. Kein Wunder, daß Jarret ihn zurückhaben will.

Der beste Freund des Menschen ist ja bekanntlich der Hund, das ein Hund ein liebes nettes Wesen sein kann, konnten wir ja schon in Filmen wie „EIN HUND NAMENS BEETHOVEN“ erleben, aber auch ein Tier kann bösartig sein, das dies nicht immer in der Hand der Natur liegt beweist MAN´S BEST FRIEND aus dem Jahr 1993 dem Zuschauer auf unterhaltsame Art und Weise.

Regisseur von diesem Tierhorrorstreifen war John Lafia, der uns auch schon bewies das Spielzeug bzw. eine Spielzeugpuppe namens CHUCKY das Fürchten lernen kann, er stand für den zweiten Teil der beliebten CHUCKY Filmreihe hinter der Kamera. In diesem Streifen allerdings setzte er das Böse in ein liebes Wesen und vermischte es mit ein paar Thriller – Elementen, das Endresultat kann sich durchaus sehen lassen. Aber auch vor der Kamera tummeln sich namenhafte Schauspieler, die schon in diversen anderen Produktionen ihr Können unter Beweis stellten, allen voran dem Darsteller des Wissenschaftlers der sich an Tieren vergeht um an ihnen Dinge zu testen, die dem Menschen einen Nutzen bieten sollen, Lance Henriksen, der Name ist schon fast ein Begriff des Bösen, und Lance zeigt in der Rolle von DR. Jarret sein volles Können und Talent. Die Rolle scheint ihm fast auf den Leib geschrieben worden zu sein. An seiner Seite oder besser gesagt als Gegenspielerin auf der Seite der Guten agiert sehr überzeugend die Schauspielerin Ally Sheedy, die manche bereits aus dem Film „NR.5 LEBT“ von 1985 als Stephanie kennen dürften, aber auch in Filmen wie „FEAR – TODESANGST“ von 1990, „BREAKFAST CLUB“ von 1985 gehören zu ihrem Filmlebenslauf und sollten definitiv erwähnt werden.

MAN´S BEST FRIEND bietet dem Zuschauer im ersten Drittel des Films eine angenehme Geschichte mit dem Hund MAX der im Labor gehalten wird um Versuche an ihm zu unternehmen, die Verwandlung vom lieben Begleiter zum Bösen Vertreter seiner Rasse ist den Hundetrainern sehr gelungen, und auch die Special Effects, seitens des Hundes und manchen Szenen die unter der Leitung von Kevin Yagher entstanden, können sich sehr sehen lassen und verfehlen keineswegs ihre Wirkung. Zwar sollten sich manche unter dem FSK 18 nicht zuviel erwarten, hier werden einem keine heftigen Splatterszenen geboten, doch auch wenn manche Effekte und Szenen sich durchaus sehen lassen können, so gehören sie der etwas harmloseren Gattung an. Der Spannungsaufbau verhält sich im Streifen allerdings etwas verhalten und nimmt erst zum letzten Drittel des Films ordentlich an Fahrt zu.

Darstellerisch gesehen, überzeugen alle Schauspieler in ihren jeweiligen Rollen, auch wenn nur wenige bekannte Gesichter im Cast vorhanden sind, doch für einen B – Movie ist das Ergebnis doch sehr gelungen und weiss dem Zuschauer zu gefallen. Die Szenen der etwas härteren Gangart verhalten sich etwas bedeckt, zwar entfalten sie ihre volle Wirkung durch die Darstellung und Nutzung von Special Effects, doch rechtfertigen sie die Freigabe von 18 so haarscharf an der Grenze, hätte man vielleicht eine Stufe härter geschaltet wäre der Streifen als blutrünstiger, und indizierter Film aufgestiegen, doch somit ist er ein netter und unterhaltsamer Tierhorrorstreifen der weiss zu Gefallen, braucht sich somit hinter anderen Vertretern die sich mit dem Hund befassten zu verstecken.

Es gibt Ihn in Deutschland auf VHS und DVD, und hat eine Freigabe von 18 erhalten und ist vollkommen ungeschnitten. Im Free TV habe ich diesen Streifen allerdings noch nie erblicken können und selbst wenn, dann würde er nur geschnitten im späten Abendprogramm laufen und würde einem die wenigen harten Szenen noch stiebitzen, nein danke, dann lieber zur DVD greifen.

Mir lag die Version vom Label „CINEWORLD“ als Repack in einer kleinen Buchbox vor, was es mit einem weissen und schwarzen Cover – Artwork gibt. Sie ist identisch mit der Version in der handelsüblichen Amaray Hülle von CINEWOLRD. Fans von Tierhorrorstreifen und die noch dazu Anhänger von Lance Henriksen sind, sollten hier nicht Nein Sagen und sich diesen Streifen zulegen, falls er nicht sowieso schon sich in der eigenen Sammlung befindet.