Shocker (1989)

Der Massenmörder Horace Pinker terrorisiert eine amerikanische Stadt, indem er nachts in die Häuser einsteigt und ganze Familien ermordet. Als er einen Großteil der Familie des Collegeschülers Jonathan Parkers tötet und der Junge im Traum an dieser Hinrichtung teilnimmt, kann er nach längerer Jagd schließlich gestellt werden und endet auf dem elektrischen Stuhl. Doch Pinker hat einen seltsamen Pakt mit den Kräften der Dunkelheit geschlossen und ist durch die Hinrichtung als reine Energie immer noch äußerst tatkräftig. Er hat sich vorgenommen, Jonathan zu ermorden, zu dem er eine ganz besondere Beziehung zu haben scheint.

 

 

Wenn viele den Namen Wes Craven lesen und hören, denken die einen an die SCREAM Filmreihe, wodurch eine wahre Teeny – Horror -Welle losgetreten wurde, doch andere Filmbegeisterte denken bei dem Namen eher an Klassiker wie „DAS LETZTE HAUS LINKS“ von 1972, „HÜGEL DER BLUTIGEN AUGEN“ von 1977 und „DIE SCHLANGE IM REGENBOGEN“ von 1988 um nur einige Titel hier zu nennen, seine Filmografie umfasst noch viel mehr bekannte Titel, doch wir betreiben hier keine Aufzählung sondern eine Kritik.

Das Wes Craven auch als Drehbuchautor und Produzent hinter der Kamera tätig ist, sei nur am Rande erwähnt. Die Werke von Craven fühlen sich meist im Horror Genre zuhause, so ist es doch sehr verwunderlich das gerade der Film SHOCKER in eine etwas andere Richtung geht, hier wurde mehr auf Action geachtet und die Kritiker zerreissen sich förmlich an dieser neuen Idee, andere mögen es und andere verabscheuen es wenn ein Regisseur das Genre ein wenig verlässt, doch sollte jeder mal seinen Horizont erweitern und mal über den Tellerrand schauen, so sind schliesslich einige Regisseure erst zu ihrem Erfolg gekommen, besonders fällt mir da der Regisseur Peter Jackson von „HERR DER RINGE TRILOGIE“ ein!

Die Story von SHOCKER ist sehr vom Horror angehaucht, hat aber auch etwas Science – Fiction in sich, ein Killer wird auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet und kann durch magische Kräfte sich später durch Stromleitungen und Kabel zu seinen Opfern hindurchschleichen. Der Streifen ist sehr unterhaltsam und bewegt sich auf fremden Terrain und hat dennoch ein paar Qualitäten zu bieten. Ein paar Comedyeinlagen sind in der Story auch vorzufinden, man denke nur an das Footballtraining, oder Mystery ist auch gut gewürzt enthalten, der Punkt Visionen ist sehr eindrucksvoll in Szene gesetzt worden. Aber wieso wird SHOCKER als Actionfilm betitelt? – Dies könnte an den Verfolgungsjagden und den Prügelszenen liegen, die nur recht schwer in das Schema eines Horrorstreifens gedrückt werden können. Doch sie haben noch einen positiven Nebeneffekt, sie unterstützen den Unterhaltungswert und lassen somit keine Langeweile aufkommen, zwar wirken sie an diversen Stellen etwas überzogen, aber ihre Wirkung lassen sie nicht außer Acht.

Den Darsteller vom Serienkiller Horace Pinker dürften Filmfans noch aus „VAMPIRE IN BROOKLYN“ von 1995 mit Eddie Murphy kennen, ebenfalls ein Werk von Craven, desweiteren sah man Mitch Pileggi noch in „TOLL TREIBEN ES DIE ALTEN ZOMBIES“ von 1988 und „RAVENHAWK – LAUTLOS UND TÖDLICH“ aus dem Jahr 1996, und in diversen TV – Serien, doch meist nur in einer Episode, aber seine Präsentheit im Film und TV Gewerbe ist doch recht umfassend.

Doch auch Logiklöcher haben sich in der Story eingeschlichen und trüben etwas die Spannung, aber muss immer alles logisch sein um einen Film geniessen zu können? SHOCKER ist eine gelungene Mischung aus verschiedenen Elementen ohne dabei in eine Schublade gedrückt zu werden, zudem ließ es sich Craven nicht nehmen auch seiner Tochter eine Rolle im Film zu geben, sie spielte noch in zwei weiteren Filmen ihres Vaters mit, ehe sie ihre Karriere an den Nagel hing.

Musikalisch kann SHOCKER auch was dem Zuschauer bieten, die Rede ist vor allem vom Titelsong von der Band „DUDES OF WRATH“ mit dem Song „SHOCKER“, er passt nicht nur vom Text sondern auch vom Klangbild gut zum Streifen. Der Film SHOCKER ist etwas eigenwillig und man sollte schon etwas anspruchslos an ihn herantreten, er ist und war kein Erfolg wie andere Werke Cravens, aber er gehört zu seiner Laufbahn und Fans von besonderen Streifen sollten ihn wenigstens einmal gesehen haben.

Es gibt ihn in Deutschland auf VHS und DVD, die VHS stammt vom Label „UFA“ einmal in einer 16er Version und eine 18er Version, die ist vollkommen ungeschnitten und ist immer noch auf dem INDEX. Die 16er Version wurde extra für Warenhäuser und Kaufhäuser geschnitten damit so den Film noch mehr Konsumenten erreichen. Die Version von „KINOWELT“ ist digital überarbeitet worden und das Bild wurde ins richtige Format umgewandelt. Egal ob auf VHS und DVD, den Film SHOCKER sollte man in seiner Sammlung stehen haben. Ich persönlich fand ihn sehr unterhaltsam und bin erst Jahre nach der Veröffentlichung auf ihn aufmerksam geworden, durchs zappen im TV, wobei hier natürlich die 16er Version lief, also zack Film auf VHS in der 18er Version gekauft und nochmal angeschaut.

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