Stahljustiz (1987)

Vietnamveteran John Steele (Martin Kove) ist komplett heruntergekommen: Er ist geschieden, verfällt mehr und mehr dem Alkohol und hält sich mit miesen Jobs über Wasser. Doch als eine Drogengang seinen besten Freund Lee Van Minh (Robert Kim), dessen Frau und Schwiegermutter ermordet, wird Steele zum Beschützer von Lees Tochter und zum unerbittlichen Racheengel.

 

Das Motiv der Rache nahmen hunderte wenn nicht sogar tausende Filme an sich und versuchten diese Thematik eindrucksvoll auf die Leinwand zu bringen, so auch Regisseur Robert Boris mit dem Action – Streifen „STAHLJUSTIZ“ aus dem Jahr 1987, mit Martin Kove in der Hauptrolle des Veteranen. Und da sind wir auch schon bei den Klischees, die es leider zuhauf im Film gibt, ein Vietnam Veteran in diesem Fall gespielt von Martin Kove ist wieder im zivilisierten Leben angekommen und muss sich zurechtfinden, das dies nicht sonderlich einfach nach unzähligen Erfahrungen und Erlebnissen muss man nicht genauer erwähnen, Krieg ist und bleibt die Hölle, egal ob in der Realität oder auch im Film.

Produziert wurde STAHLJUSTIZ von Thomas Coleman und Michael Rosenblatt, diese beiden Namen sollten bekannt sein, sie produzierten unter anderem „TEEN WOLF I und II“ und „EXTREMITIES“, hier gaben sie grünes Licht für Action mit Thriller Elementen. Regisseur Robert Boris kann nicht sonderlich viele Filmwerke zu seiner Laufbahn zählen, zu STAHLJUSTIZ kommen noch Streifen wie „OXFORD BLUES“ von 1984 und „ZWEI TOLLE HECHTE IM KNAST“ aus dem Jahr 1989 mit Michael Winslow, den Geräusche Cop aus POLICE ACADEMY. Den Hauptdarsteller Martin Kove dürften die meisten aus einem „KARATE KID“ Film als Fiesling einer anderen Karateschule kennen, doch in diesem Streifen ließ er seinen Stoffanzug im Schrank und schlüpfte in die Army Klamotten und später lässig in Jeans und Stiefel, womit wir wieder bei einem typischen Klischee wären, aber lassen wir die mal aussen vor.

Inhaltlich gesehen bietet der Film nicht sonderlich viel neues, ein guter Freund kommt in Schwierigkeiten und muss geholfen werden, in anderen Fällen ist es jemand aus der eigenen Familie. Um zum Film zu kommen, er wird als Action – Thriller angepriesen, sei es auf der VHS Hülle oder auch im Trailer, jedoch kann er damit nur wenig dienen und beim Zuschauer punkten. Die Actionszenen sind zwar sehr solide und aufwendig, doch leider viel zu wenig enthalten, lediglich am Anfang des Streifens und mittendrin sind ein paar härtere Szenen vorhanden. Doch STAHLJUSTIZ hat auch was sehr gutes an sich, für einem B – Movie besitzt er doch eine recht prominente Besetzungsliste, Ronny Cox aus „BEVERLY HILLS COP“, Robert Kim aus „FERRIS MACHT BLAU“ und Peter Kwong aus „AUF DER SUCHE NACH DEM GOLDENEN KIND“ mit Eddie Murphy in der Hauptrolle.

Der Streifen STAHLJUSTIZ ist ein unterhaltsamer Actionfilm, für zwischendurch, zwar keine Neuerungen in der Story und Darstellung, aber langweilig ist er auch nicht, lediglich die Prominente Besetzung hebt ihn etwas aus der riesen Masse aus Actionfilmen in den 80er Jahren hervor. In Deutschland gibt es den Film nur auf VHS, von zwei verschiedenen Labels, einmal „ASCOT“ und „ASCENT“, und hat eine Freigabe von 16 bekommen, die Einschüsse und Darstellung der Gewalt ist auch nicht sonderlich im Mittelpunkt, und geschieht zumeist im OFF, dies rechtfertigt die niedrige Freigabe.

Für wahre B – Movie Actionfreaks ist der Film ein Tip, andere dürften mit der zähen Erzählstruktur und Inszenierung ein wenig anecken und sich langweilen, eine Klischeeansammlung ist mit dabei!