Trouble In Mind (1985)

Hawk kommt aus dem Gefängnis zurück nach Rain City (Seattle), wo seine frühere Freundin Wanda ein Café hat. Er beobachtet das jungverheiratete Paar Coop und Georgia; Coop ist ein Großmaul, der es nicht schafft, mit vernünftiger Arbeit seine Frau und sein Baby zu unterhalten, daher lässt er sich auf Geschäfte mit Gangstern ein, bei denen er nur verlieren kann. Georgia nimmt eine Arbeit in Wandas Café an und ahnt nichts von der Gefahr, in die ihr Mann geraten ist. Hawk will ihm helfen und verlangt als Preis für die Rettung Georgia. Die Ereignisse kulminieren in einer aufregenden und bizarren Party.

 

TROUBLE IN MIND oder auch unter dem Titel JUWELENFIEBER ist ein Krimi – Drama von 1985, der unter der Regie von Alan Rudolph entstand. Er drehte auch Filme wie ROADIE von 1980 oder DER SCHLEICHENDE TOD von 1982, doch TROUBLE IN MIND geht einen ganz anderen Weg.

Allen voran kann der Streifen mit einem kleinen Staraufgebot protzen, Kris Kristofferson, Keith Carradine und Lori Singer, Kris dürften die meisten noch als Rubberduck aus CONVOY kennen, Carradine spielte unter anderem bei WILD BILL von 1995 mit und Singer drehte dutzende Streifen vor und nach JUWELENFIEBER, wie zum Beispiel FOOTLOOSE von 1984, DER VERRÜCKTE MIT DEM GEIGENKASTEN von 1985 und WARLOCK – SATANS SOHN aus dem Jahr 1989.

Der Streifen ist eine Mischung aus Krimielementen und Dramaturgie, wobei von beiden Genre nicht sonderlich viel in der Story zu spüren ist. Die Spannungskurve ist sehr flach und weist nur wenige Anhaltspunkte vor, denn der Zuschauer hat es verdammt schwer, den einzelnen Charakteren zu folgen. Man erfährt auch nicht sonderlich viel von den einzelnen Menschen, zwar werden nach und nach ein paar Infos ausgespuckt, doch diese Fetzen an Informationen bringen dennoch kein Licht ins Dunkeln. Darstellerisch gesehen, kann man nichts bemängeln, alle liefern gute Arbeiten ab und sind eine Augenfreude für den Zuschauer, doch die Rollen die sie spielen sind nicht sonderlich interessant und dienen nur als Gerüst für den Handlungsstrang, und dieser ist sehr dünn.

Es geschehen viele Dinge, die man nur schwer nachvollziehen kann, und an Klischees hat man sich nicht bedient, sonst hätte man wenigstens ein paar Punkte woran man festhalten kann. TROUBLE IN MIND bietet auch nur wenig Action, hier wird sehr viel geredet, und selbst da wird es für den Zuschauer schwer zu folgen, die wenige Action die der Film bietet, bezieht sich hauptsächlich auf ein paar Schlägereien, die aber sehr unchoreographiert sind.

Den Film gibt es in Deutschland auf VHS und DVD und besitzt eine Freigabe von 18, die in meinen Augen völlig überzogen ist, denn harte und blutige Szenen sucht man im Film leider vergebens, die hätten vielleicht dem Streifen gut getan, und hätten den langweiligen Plot, und die simple aneinandereihung von Geschehnissen und Charakteren etwas Abwechslung geboten. Für Kristofferson Fans ist der Film eventuell ein Tip, allen anderen rate ich jedoch ab, und sollten sich besser einen anderen Streifen aus dem Genre auswählen.

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