Zum Teufel mit den Millionen (1997)

Als ein Kellner Brads Kreditkarten zerschnippelt, kommt es heraus: Sextons Buchhalter hat in die eigene Tasche gewirtschaftet und den Konzern einen Berg von Schulden hinterlassen. Brad (Tim Allen) und Caroline (Kirstie Alley) flüchten vor den Steuerfahndern und landen in eine Amish-Sekte. Von nun an bestimmt Armut und Demut ihr Leben.

 

Das leidige Thema Geld in der Gesellschaft, entweder man bekommt es, oder man hat es und verliert es, mehr Varianten gibt das Leben einem nicht, dies ist nicht sonderlich viel, aber wieso nicht auch eine Komödie daraus machen? Gesagt, getan, Regisseur Bryan Spicer nahm sich das Drehbuch von „ZUM TEUFEL MIT DEN MILLIONEN“ vor und drehte daraus eine amüsante, unterhaltsame Komödie. Spicer war und ist eigentlich eher im TV – Serien Genre heimisch und wagte somit mal den Sprung auf die grössere Leinwand Hollywoods. Zu seinen Serien zählen Titel wie „SEA QUEST DSV“, „PARKER LEWIS – DER COOLE VON DER SCHULE“ und „BOOKER“, aber auch der Film „POWER RANGERS – DER FILM“ kann zu seiner Filmlaufbahn gezählt werden.

Für die Rollen des Unternehmerehepaars wurden der Heimwerkerking Tim Allen und für den Part der Ehefrau Kirstie Alley gecastet. Allen kennen die meisten aus der Serie „HÖR MAL WER DA HÄMMERT“ und aus diversen Filmen, wie „AUS DEM DSCHUNGEL IN DEN DSCHUNGEL“ von 1997 und „GALAXY QUEST – PLANLOS DURCHS WELTALL“ von 1999. Kirstie Alley ihre Anfänge begannen in der erfolgreichen TV – Serie „CHEERS“, dort war sie in insgesamt 147 Episoden zu sehen, ihr wahrer Durchbruch auf der Leinwand begann aber erst mit der Komödie „KUCK MAL WER DA SPRICHT“ von 1989 an der Seite von John Travolta, durch den Erfolg des Films folgten sogar noch zwei weitere Fortsetzungen. Aber auch andere Produktionen sollten nicht unerwähnt bleiben, Filme wie „RUNAYWAY – SPINNEN DES TODES“ von 1984 an der Seite von Tom Selleck prägten ihre Karriere ausreichend.

ZUM TEUFEL MIT DEN MILLIONEN ist eine gradlinige Komödie, die nicht viel Platz für Wendungen und Überraschungen parat hält, doch durch die klare Struktur, und die amüsante Erzählweise kommt nur sehr wenig Langeweile an. Der Humor besticht durch Situationskomik, und der ein oder andere Lacher ist garantiert, doch manche Pointen mögen nicht so recht zünden und sind dadurch eher flach und werden nur selten wahrgenommen, hier verschafft mehrfaches Sichten Abhilfe. Die Story ist recht flott und die Darstellung der einzelnen Charaktere geschieht recht oberflächlich, aber ausreichend um die Rollen näher kennen zu lernen. Alle Darsteller, auch die der Nebenrollen sind authentisch inszeniert worden und wirken vollkommen glaubhaft, auch die Sets besonders was die Amish Gruppe angeht sind sehr realistisch und glaubwürdig.

Besonderes Hauptaugenmerk liegt noch auf die Darstellung der Steuerfahnder im Film, hier wurde ein unterhaltsamer Nebenplot integirert und die Steuerfahnder runden die Situationskomik noch gut ab, auch sie beherbergen einige Lacher und amüsante Momente. Diese Komödie ist unterhaltsam aber auch recht kurzweilig, sie ist kein Reisser im Genre, aber kann sich durchaus behaupten und bei den Klassikern ruhig und sanft mitschwimmen.

Es gibt ihn in Deutschland auf VHS und DVD, und er wird auch des öfteren im Free TV ausgestrahlt, somit kommt man eigentlich nicht drum herum diesen Film zu sehen, eine Sichtung ist er auf alle Fälle wert, doch zu einem wahren Kultstreifen fehlt ein wenig das Potenzial. Ich muss gestehen ich habe ihn schon dutzende Male gesehen und tue es immer wieder wenn er im TV läuft, obwohl die DVD im Schrank steht, bin dem Charme der Komödie unterlegen.

Schreibe einen Kommentar