Didi – Der Doppelgänger

Der millionenschwere Baulöwe Hans Immer ist ein rabiater und sexistischer Zeitgenosse, der für ein neues Bauvorhaben etliche Häuser abreißen will – darunter die Mietskaserne, in der Bruno Koob seine Kneipe betreibt. Eine Verwechslung führt dazu, dass Immer und Koob feststellen, dass sie sich täuschend ähnlich sehen. Da Immer seine Entführung befürchtet, spannt er seinen eigentlichen Gegner für seine Zwecke ein. Koob soll für einige Tage als Doppelgänger die berufliche wie private Rolle des Baulöwen übernehmen, während sich der echte Immer mit seiner Geliebten für die Zeit nach Kitzbühel absetzen will.

 

Kurz und knapp: Brunos Berliner Kult-Kneipe soll abgerissen werden (zumindest für ihn ist es Kult, denn Gäste hat er eigentlich keine). Ausgerechnet der Baulöwe, der dies zu verantworten hat, sieht Bruno zum verwechseln ähnlich und stellt den trinkfesten Knödel als Doppelgänger ein, da er eine Entführung seiner Person vermutet.

Klipp und klar: Es ist vollkommen egal, wie man zu Hallervorden steht – das Ding ist eine absolute Granate. Die Situationskomik, die verbalen Verrücktheiten und die göttlichen Dialoge, die man hier ins Drehbuch gefräst hat, sind gnadenlos zwerchfellerschütternd. So viele knallige Sprüche gibt es äußerst selten in deutschen Komödien zu bewundern. Ein Zitatenfeuerwerk bis der Arzt kommt.

Die Szene für die Ewigkeit: Die Kon-Kon-Kon-Konferenz.

Der Spruch für die Ewigkeit: „Sie sind hier in inkognito?“ „Nö, in Kreuzberg!“

Persönlicher Retrobonus: Ein typischer Didi-Film? Von wegen! Das Teilchen landet seit den 80ern regelmäßig in meinem Player!

Prilblumen: 5 von 5

Der Film ist in Deutschland ungekürzt auf DVD und Blu-Ray erhältlich.