Im Auftrag des Teufels

Der junge Staatsanwalt Kevin Lomax bekommt die Chance seines Lebens: Die größte und mächtigste Kanzlei des Landes holt ihn nach New York. Und damit nicht genug: Sein neuer Boß, der geheimnisvolle John Milton, nimmt ihn persönlich unter seine Fittiche. Unaufhaltsam verfällt Kevin dem Rausch von Macht, Ruhm, Sex und dem ganz großen Geld. Doch nach einer Serie unheimlicher Vorfälle wird Kevin klar, daß ihn der Leibhaftige persönlich unter Vertrag genommen hat.

 

Unkonventioneller Horrorfilm

Es gab schon viele Schauspieler, die den Teufel verkörperten, aber kaum einer hat einen so grandiosen Eindruck hinterlassen wie Pacino. Seine Mischung aus Impulsivität und tiefgründigen, hinterhältigen Dialogen sind eindrucksvoll. So auch der Rest des Films: Hackford schuf einen mit geschickten Andeutungen gespickten Genrefilm, der mit Konventionen und Erwartungen spielt und aufgrund seiner Story sehr unkonventionell ist. Gerade das macht den Film so interessant: keine große Gruselmär mit SFX (außer zum Schluss), sondern ein perfides Spiel mit Gefühlen und dem Gedankengut der Menschheit. So sind die Dialoge eine Bestandsaufnahme heutiger menschlicher Verhältnisse. Nicht der Teufel ist der Böse, sondern die Menschen, mit ihrem Egoismus und ihren Eitelkeiten, die die Menschheit in den Abgrund stürzen werden.

Hackford moralisiert aber nicht, sondern schafft mit filmischen Mitteln eine bedrohliche Atmosphäre, die die Story unterstützt. Dieser Film ist eine Wohltat zu der Zeit gewesen, bezüglich auf den dann aufkommenden Endzeithorrorfilmen wie “End of Days” oder “Stigmata”.