Nackt unter Leder

Die frisch verheiratete Rebecca verlässt am frühen Morgen ihren Ehemann im Elsass und fährt auf dem Motorrad nach Heidelberg zu ihrem Lover Daniel. Auf der Fahrt lässt sie ihren erotischen Fantasien freien Lauf und erinnert sich daran, wie sich ihre Beziehung zu den beiden Männern entwickelt hat. In ihrer Ehe erlebt sie freundliche Zärtlichkeit und Sicherheit, aber auch Langeweile und vor allem keine sexuelle Erfüllung. Die bietet ihr der geheimnisvolle und unberechenbare Privatdozent Daniel, den sie in der Buchhandlung ihres Vaters kennen lernt. Schließlich will sich Rebecca aber doch entscheiden zwischen Leidenschaft und Sicherheit. Die Fantasien von Rebecca, gespielt von Marianne Faithfull, sind stark von der Psychedelischen Kunst der 60er Jahre geprägt.

Nackt unter Leder ist ein Skandalfilm aus dem Jahre 1967. Das Roadmovie mit Kultstatus basiert auf dem Erfolgsroman „La Motorcyclette“ von André Piere De Mandiargue.

Obwohl die junge Rebecca erst vor zwei Monaten geheiratet hat, ist sie gar nicht glücklich mit ihrem Mann. Der Ort an dem sie wohnen ist ihr zu düster, ihr Leben zu langweilig. So steigt sie eines Morgens aus dem Bett, zieht sich ihre Motorradkluft an und macht sich auf dem Weg in die Schweiz, zu ihrem Geliebten Daniel. Unterwegs wird der Zuschauer anhand von Tagträumen in die Phantasie der Frau mit einbezogen, so dass er einiges aus der Vergangenheit erfährt.

Die Mischung aus Drama, Softporno und ein wenig Komödie ist dem Regisseur Jack Cardiff sehr gut gelungen. Und der deutsche Titel sagt dem Zuschauer das, was er von diesem Film erwarten kann: Eine schöne Frau in schwarzem Leder, nackt bis zum Scheitel – na wenn das nicht die Phantasie anregt…

Wer Filme der späten 60er Jahre mag, wird mit Nackt unter Ledereinen unterhaltsamen Abend verbringen.