Ladykillers (1988)

Ihre Körper sind nackt und heiß, gestählt und sexy. Ihnen gehört die Nacht – sie sind die Ladykillers, die schärfsten Stripper der City. Ihr Publikum: kreischende, in Ekstase geratene Frauen, die zu Hunderten Nacht für Nacht aus ihrem Alltag ausbrechen, um den nackten Tatsachen ins Auge zu sehen. Doch unter den Ladies ist eine, die hat etwas anderes im Sinn. Vor den Augen der Zuschauer, beim Höhepunkt der Life-Show, wird ein Stripper brutal hingerichtet. Die Mörderin entkommt. Doch die Wahnsinnige hat nicht genug und so wird jeder weitere Auftritt für die Ladykillers ein mörderischer Tanz auf dem Drahtseil . . .


Es gibt einige Filme die sich mit der Thematik des Strippens beschäftigen. Zumeist für männliche Zuschauer bieten sie sehr viel nackte Haut und aufreizende Kameraeinstellungen. Man denke da nur an STRIPTEASE mit Demi Moore in den 90er oder auch STRIPPED TO KILL, Ende der 80er. Doch mit LADYKILLERS von 1988 bietet Regisseur  Robert Michael Lewis erotische Bilder für die weiblichen Zuschauer. Denn statt Frauen ziehen sich hier stahlgehärtete Männer aus.

Wer sich mit dem Genre Krimi etwas auskennt und schon so einige Streifen geschaut hat, erkennt recht schnell die Schwäche des Films. Ziemlich schnell wird die Identität des Killers preisgegeben. Somit ist der große Spannungsaufbau recht schnell wieder verflogen. Doch mit dem Charme der 80er kann LADYKILLERS vieles wieder ausbügeln. Die Musik, die Klamotten, Frisuren und der Zeitgeist der 80er wurden wunderbar stimmig und aufwendig in Szene gesetzt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Schauspielerlsite des Films, zahlreiche bekannte weibliche Damen aus Hollywood wurden für den Film verpflichtet, sei es Susan Blakely, Marilu Henner,Lesley-Anne Down und Alexandra Borrie. Allesamt sind sie bekannt aus zahlreichen Produktionen.

Regisseur Lewis schaffte es handwerklich geschickt und mit solider Kamerarabeit zahlreiche Wendungen, Überraschungen gut zu verpacken und in die Story einzuflechten. Somit hebt sich LADYKILLERS von anderen TV-Produktionen qualitativ ab und kann den Zuschauer überzeugen und wahrlich bei der Stange halten. Auch wenn die etwas aufgesetzte Liebesgeschichte zweier Cops etwas zu sehr auf die Stimmung schlägt.

Bislang ist LADYKILLERS, der übrigens nichts mit Peter Sellers Werk (1955) zu tun hat, nur auf VHS in Deutschland erschienen. Eine Auswertung auf DVD oder Blu-ray ist bislang nicht bekannt oder geplant. Wünschenswert wäre es, denn auch ein guter, solider und handwerklich geschickter TV-Film sollte seine Würdigung bekommen.