Lance LeGault – immer mit Elvis

Lance LeGault – Geboren am 02.05.1935 in Chicago, Illinois, USA, gestorben am 11.09.2012 in Los Angeles, Kalifornien, USA

William Lance LeGault war der Sohn von Mary Jean (geborene Kovachevich) und Ernest LeGault. Lances Vater war Franco-Kanadier und seine Mutter war die Tochter österreichisch-ungarischer Auswanderer. Die Familie von ihm war sehr arm. Lance musste im Alter von 4 Jahren in ein Waisenhaus nach dem Tod seines Vaters. Seine Mutter hatte wieder geheiratet und diese wollte ihn nicht mehr. Im Alter von 11 Jahren begann er zu arbeiten. Mit 13 schuftete er in einer Eisenbahngesellschaft. Erst als die Vorarbeiter merkten er ist keine 18 Jahre bekam er kein Geld und musste gehen. Dann ging er wieder zur Schule und bekam später einen Bachelor in Wirtschaftswesen an der University of Wichita.
Seine ersten drei Filme die er drehte waren allesamt mit Elvis Presley. Und diese Kombination Presley/LeGault verfolgte ihn quasi sein ganzes Leben. Zunächst war er das Double von Presley im Film „Girls! Girls! Girls!“. Sogar so gut, dass er bis heute in einer Szene zu sehen ist statt Presley (ein Filmfehler der nicht rausgenommen wurde). Weitere Filme mit Presley sind „Die wilden Weiber von tennesse“ und „Viva Las Vegas“. Dann spielte er Tambourine in Presleys Band während des NBC-Spezials „Elvis“ 1968. Auch in „Rastabout“ mit Presley wirkter er mit. Dank seiner tiefen Stimme (oder wie es der Produzent von „Knight Rider“ Glen A. Larson sagte: “a voice that was four octaves lower than God’s”) ist er immer noch zu hören. Und zwar als Erzählstimme der Tour durch Elvis Presleys Graceland und Presley Museum in Memphis.
Aber besonders wird uns seine Rolle als Col. Roderick Decker in der TV-Serie „The A-Team“ in Erinnerung bleiben. Da war er unvergessen. Aber nicht nur da. LeGault wirkte wahrscheinlich in so jeder TV-Serie der 70er und 80er Jahre in Amerika mit. Wie z.Bsp. in „Magnum“, Rockford“, Unter der Sonne Californiens“, „Ein Duke kommt selten allein“, „Knight Rider“, „Airwolf“, „Buck Rogers“, „Kampfstern Galactica“, „T.J. Hooker“, „Der unglaubliche Hulk“, „Simon & Simon“, „Star Trek: TnG“, „Mac Guyver“, „Sledge Hammer“ und und und. Ein paar Kinofilme drehte er auch wie „Coma“ oder „Ich glaub mich knutscht ein Elch“.
Wer die TV-Landschaft der 70er und 80er kennt, kennt sein Gesicht. Unverkennbar verbunden mit seinem bedrohlichen Blick.