Leprechaun – Der Killerkobold

1993 wurde der irische Kobold Leprechaun von Regisseur Mark Jones zum Leben erweckt. Leprechaun ist ein Kobold der für einen Sack voll Gold seine Seele verkauft hatte, nimmt man ihm es weg, dann rächt er sich auf makabre Art und Weise an dem Dieb. Hinzu kommt noch das er Schuhe über alles liebt, schließlich war er in seiner Vergangenheit ein Schuhmacher.

Leprechaun ist eine Mischung aus Horror, Fantasy, Märchen und Komödie – der leichteren Art, da der erste Teil im Vergleich zu seinen Fortsetzungen harmlos daher kommt. Die Idee, einen eher als niedlich besetzen Kobold aus der irischen Sagenwelt ins Gegenteil umzukehren, ist eine wirklich tolle Idee. Dazu noch eine Würze von Humor und die abendliche Unterhaltung ist gesichert.

In die Rolle des Leprechaun schlüpfte der kleinwüchsige Schauspieler Warwick Davies. Er wurde von George Lucas für diese Rolle vorgeschlagen, erst im späteren Auswahlverfahren waren die Produzenten einverstanden und engagierten Davis für die Rolle des kleinen Koboldes. Warwick Davis ist vor allem durch seine Rolle in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ als Ewok Wicket und als Willow Ufgood im Fantasy – Film „Willow“ bekannt geworden. Man merkt Davis sichtlich an, das er sehr viel Spaß in der Rolle des Koboldes hatte, es ist mal eine andere Erfahrung mal die böse Seite zu spielen.

In ihrer ersten Kinorolle sehen wir auch Jennifer Aniston, die Ex-Frau von Brad Pitt und Serienstar aus „Friends“. In kurzen und knappen Outfits hüpft sie durchs Bild. Für Fans die eher härtere Szenen als Aniston in knappen Hotpants sehen möchten, denen wird auch genug Ansichtsmaterial geliefert. Ein paar härtere Szenen sind durchaus vorzufinden, doch halten sie sich etwas bedeckt. Eine damalige Freigabe von 18 war damals durchaus berechtigt, mittlerweile hat Leprechaun eine 16er Freigabe verpasst bekommen.

Der erste Teil der Filmreihe bekam durchweg negative Kritiken, spielte aber am Startwochenende satte 2,5 Millionen US-Dollar ein – das Budget lag bei 900.000 US-Dollar. Auch der zweite Teil fiel bei den Kritikern durch. Doch die Zuschauerzahlen zeigten was anderes. Und somit bringt es die Reihe auf insgesamt 6 Teile – immer mit Warwick Davis als Leprechaun. Die späteren Fortsetzungen waren reine Direkt to Video Produktionen. Im Jahr 2014 kam in den USA ein weiterer Teil, „Leprechaun: Origins“ – ebenfalls eine Direct to Video Produktion – ebenfalls mit mäßigen Erfolg und ohne Warwick Davis an Bord. In die Rolle des Koboldes schlüpfte der Kleinwüchsige Wrestler Dylan Mark Postl.

Der Filmreihe Leprechaun ereilte das selbige Schicksal wie andere Vertreter aus dem Genre und bekamen einen Ausflug ins Weltall verpasst. Wer sich nun für die Reihe interessiert kann sich den ersten Teil der Reihe auf VHS, DVD und Blu-ray zulegen. Die Blu-ray bietet ein sehr gutes und klares Bild. Hier wurde auf Farbfilter verzichtet und die Körnung ist sehr seicht. Die Farben wirken kräftig und wenn man bedenkt das der Film schon satte 20 Jahre auf dem Buckel hat, kommen auch HD Freaks hier auf ihre Kosten.