Letters From a Killer (1998)

Race (Patrick Swayze) sitzt in der Todeszelle wegen des angeblichen Mordes an seiner Frau. Mit vier Frauen, die voneinander nichts wissen, hält er Kontakt, in dem er ihnen Tonbandaufnahmen schickt. Seine Anwältin schafft es kurz vor seiner Hinrichtung neue Beweise zu finden und Race wird begnadigt. Doch seine letzten Tonbandaufnahmen werden von einem Wärter absichtlich vertauscht. Wieder in Freiheit beginnt eine der Frauen Amok zu laufen und fängt an die anderen Frauen zu töten. Die Morde werden so arrangiert wie der Mord an seiner Frau und so fällt der Verdacht wieder auf ihn. Während Race von der Polizei gejagt wird, hilft ihm eine der Frauen die Identität der Mörderin zu entlarvern. Doch Race muß sich bald fragen: Ist die vermeintliche Helferin vielleicht auch die Mörderin?

 

Aufgrund der Erfahrungen im TV Geschäft, ist es nicht verwunderlich das Regisseur David Carson Filme für´s amerikanische TV gedreht hat. Angefangen hat seine Filmkarriere mit abdrehen einzelner Episoden für “Ausgerechnet Alaska”, “Alien Nation” und “Beverly Hills 90210”. LETTERS FROM A KILLER ist ebenfalls eine TV Produktion. Nichts weltbewegendes aber ein guter Thriller von der Stange – Einheitsbrei inklusive!

In der Rolle des Killers schlüpfte der smarte Schauspieler und tanzbeinschwingender Patrick Swayze, der im Jahr 1998 in dem der Film gedreht wurde, seine besten Jahre seiner Karriere bereits hinter sich hatte. Hier in LETTERS FROM A KILLER darf er noch mal in die Rolle des Frauenheldes schlüpfen, der während seines Einsitzen im Gefängnis, sich gleichzeitig mit vier Frauen beglückt. Durch einen unerwarteten Freispruch nach Recherche und Ambitionen seiner Anwältin, macht er sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Frau die ihm ans Leder will. Durch einen mies gelaunten Wärter, der nebenbei die Tonbandaufnahmen von Gefangenen und Angehörigen kontrollieren darf, bevor sie zur jeweiligen Person weiter geleitet werden. Der Wärter vertauscht absichtlich die Bänder um den Gefangenen eins auszuwischen, da er ihm mit seiner vielen Post gehörig auf den Zeiger geht. Die altmodische Art und Weise der Briefe schreiben, hatte hier bereits ausgedient und musste den Tonbandaufnahmen auf einer Musikkassette weichen. 

LETTERS FROM A KILLER wirkt schon zu Anfang sehr einfach und extrem künstlich. Die Szenen die im Gefängnis sich ereignen sind sehr aufgesetzt und kommen unrealistisch rüber. Schon zu Beginn hat der Zuschauer es recht schwer, dem trägen und einfachen Plot zu folgen. Erst ab dem Moment wo sich Race in Freiheit auf die Suche der vier Frauen macht, um eine von ihnen als Täterin zu entlarven, nimmt der Film an Spannung auf. Was Regisseur Carson eindrucksvoll gelungen ist, das selbst der Zuschauer wie die Hauptperson im Film bis zum Finale im unwissenden ist, wer die geheimnisvolle Frau ist, die Race bedroht und ihm sogar versucht einen weiteren Mord anzuhängen. Durch eine Inszenierung des Mordes, der der Polizei den Eindruck vermittelt, das Race erneut einen Mord begangen hat, sowie für den er im Knast verbracht hat.

Vom Ablauf der Story und die Inszenierung ragt der Film kaum über Fernseh Niveau hinaus. Doch bekommt man hier einen soliden Thriller geboten. Mit ein paar Schwächen aber einer Stärke in Sachen Geheimnisvoll und dem Finale, wo sich andere Thriller eine Scheibe von abschneiden können.

LETTERS FROM A KILLER ist in Deutschland auf VHS und DVD erschienen und besitzt eine FSK 16 Freigabe. Gelegentlich ist er auch im Free TV zu erblicken.