Was passiert tatsächlich wenn Ufos aus einer fremden Welt eines Tages auf der Erde landen? Was geschieht wirklich wenn den fremden Wesen, die die fliegenden Untertassen fliegen, es schweiß egal ist, wenn die Menschen mit ihnen in Frieden und Harmonie co-existieren wollen. Was würde die Marsmenschen daran hindern, die Städte und Metropolen der menschlichen Zivilisation nicht mit ihrer höher entwickelten Waffentechnologie einfach auszuradieren? Eigentlich nichts! Denn niemand hat behauptet, dass fremde Wesen vom Mars niedlich und friedlich wie E.T. sein müssen und zudem nerven die Menschen die Marsianer ohnehin schon und da kommt ihnen eine großangelegte Invasion zur Eroberung der Erde gerade recht…

Achtung, Freunde, die Invasion vom Mars, der Kampf der Welten hat begonnen und die fliegenden Unterassen greifen an! Da bleibt wie in dieser irrwitzigen Science Fiction-Komödie namen Mars Attacks! nicht nur kein Stein auf dem anderen, sondern auch kein Auge trocken. Was in Byron Haskins Kampf der Welten von G.H. Wells aus dem Jahre 1953 begann, mit Independence Day im selben Jahr als Mars Attacks! herauskam, 1996 in einem spektakulären Weltuntergangs-Szenario dargestellt wird, wird in diesem Film gnadenlos durch den Kakao gezogen.

Tim Burton, der Regisseur von der Comicverfilmung Batman und der Gruselkomödie Beetlejuice, bedient sich in seinem Mars Attacks! an den Vorbildern der klassischen Science Fiction-Filme, die sich mit dem Thema der Invasion durch Außerirdische beschäftigen und in den Mitte der 1990ern wieder seit 40 Jahren, als sie damals die Kinozuschauer zur Zeit des Kalten Krieges in den 1950ern schockten und ängstigten, in Mode kamen und spickt seine Invasion vom Mars mit teuren Spezial Effekten und der Creme de la Creme  aus Hollywood… heraus kam eine unglaublicher Mixtur aus Science Fiction und Komödie, die eigentlich hätte zu einem Kultfilm werden können, wäre nicht im selben Jahr der Invasionsfilm der 1990er Indenpendece Day von Roland Emmerich heraus gekommen, der diese Parodie auf derartige Filme in den Schatten stellte.

Die gerade erwähnte Hollywood-Star-Besetzung ist wahrlich etwas Besonders. Jack Nichelsen (Shining) als US-Präsident, Pierce Brosnan (Goldeneye), Danny DeVito (Pinguin aus Batmans Rückkehr) , Michael J. Fox (Zurück in die Zukunft 1-3), Martin Short (Die Reise ins Ich), Glen Close (101 Dalmatiner), Nathalie Portman (Star Wars Episode 1-3),  Rod Steiger (Anthony), Sänger Tom Jones und viele andere geben in Mars Attacks! ihr Stelldichein und machen diesen Film zu einem wahren Film-Genuss, der größtenteils durch schauspielerische Glanzleistungen der eben genanten Schauspieler und nicht nur durch Effekte punkten kann. Natürlich sind die Effekte in Mars Attacks! auch wichtig, werden sie in der regelrechten Zelebrierung der Zerstörung und einiger total irren Gags  aber nicht nur als Mittel zum Zweck angewandt, sondern lassen den richtigen Menschen, also den Charakteren den Vortritt anstatt diese zu Nebensächlichkeiten zu degradieren.

Hauptaugenmerk sollte man auf jeden Fall auf die irren Marsianer lenken, die mit ihren riesigen Köpfen, schwabbeligen Totenköpfen ähnelnd bizarr und eigentlich unsympathisch wirken, aber sie anfangs gerne auf Grund ihrer doofen Erscheinung unterschätzt, was wohl aber auch beabsichtigt gewesen war.  Urkomisch ist die quäkende Sprache der Marsmenschen, aber schon kurz darauf bleibt einem als Zuschauer das Lachen im Halse stecken, wenn man dann schockiert feststellt, was diese Typen alles anstellen und zum Beispiel Jack Nichselsen nach einer unglaublich anrührenden Rede einfach pulverisieren. 

Ich werde jetzt aber nicht auf weitere Details in Mars Attacks! eingehen, denn wer den Film nicht gesehen hat, soll auch etwas von den ganzen Überraschungen haben, die der Film zu Hauf zu bieten hat. Die teilweise komischen und ab und an auch sehr intensiv anmutenden Szenen wurden durch die Filmmusik von Danny Elfamn begleitet, dem auch die Musik zu den Tim Burton-Filmen Nightmare before Christmas und dessen Nachfolger Corpse Bride  – Hochzeit mit einer Leiche zu verdanken ist. Eine Mischung aus spacigem Sound der Filme aus den frühen 1950ern und moderner Musik der 1990er, die eine perfekte Mischung ergeben.

Im Gegensatz zu manchem Klassiker, an dem sich Mars Attacks! orientierte, sieht man dem Film trick-technisch an, dass es sich hierbei um keinen B-Movie, geschweige um eine Low-Budget-Produktion handelt. Das Budget, das Tim Burton für seinen Film Mars Attacks verwendete, belief sich auf  70,000,.000 US-Dollar und war jeden seinen Penny wert. Das sahen auch die Kritiker so und Mars Attacks! wurde für den Saturn Award in den Kategorien Bester Regisseur, Bester Science Fiction Film, beste Spezial Effekte etc. nominiert; einen mit nach Hause nehmen konnte allerdings nur Danny Elfman für seine Musik. Weitere Nominierungen andere heiß begehrter Trophäen unter den Filmschaffenden in Hollywood kamen hinzu.

Eigentlich möchte ich gar nicht so viel zu diesem Film schrieben, da es einfach besser ist diesen Film sich selbst anzuschauen, um die ganze Wirkung auch visuell aufnehmen zu können, über die wirklich grandiosen Gags zu schmunzeln und zu lachen und vor allem über die irren Ideen zu staunen.  Nicht nur wer Klassiker mag wird den Film mögen, sondern auch die, die eher auf die modernen Filme und spektakuläre Effekte stehen.  Hier in Mars Attacks! ist für jeden etwas dabei und vor allem ist der Film saukomisch, ich persönlich habe mich nur bei Mel Brooks Star Wars-Parodie Spaceballs mehr amüsiert. Mars Attacks! ist witzig und zeugt von großer Kreativität und Einfallsreichtum. Leute, lasst Euch diesen Film nicht entgehen. Warner Home Video brachte Mars Attacks! auf VHS, DVD und BluRay heraus und somit kann ihn sich jeder auf seinem bevorzugten Medium anschauen – und dass immer wieder, denn langweilig wird er auch nach dem xten Male nicht.

Meine Wertung: 10/10 Punkten