Masterblaster: Verlierer müssen sterben

Muss ein Slasher zwangsläufig im Horror Genre beheimatet sein? Nein, das muss er nicht, das beweist MASTERBLASTER aus dem Jahr 1987. Der Film ist eher im Action Genre angesiedelt, nutzt jedoch viele stilistischen Mittel eines Slashers. Regisseur Glenn R. Wilder drehte diesen Mix. Wilder kennen wir als Mann auf dem Regiestuhl bereits mit den Filmen “Zwei Minuten Warnung”, “Flucht ins 23. Jahrhundert” und “Action Jackson” von 1988.

Wie schnell aus Spaß Ernst werden kann, wurde uns schon als Kind eingetrichtert. Und der Film MASTERBLASTER zeigt es uns auch eindrucksvoll, jedoch eher für das gehobene Alter. Der Sport Paintball schwappte aus den USA recht spät nach Deutschland. Doch war er in den USA schon sehr verbreitet und sehr beliebt. Um sich an der Sportart zu bedienen, mussten aber noch andere Faktoren hinzu. Denn wer schaut schon gerne ein paar Kriegshelden dabei zu sich nur mit Farbe zu beschiessen.

Somit wurde ein Wettbewerb zur Story hinzugefügt. Im absperrten Bereich des Waldes wurde ein Sack mit 50.000 US-Dollar versteckt, wer ihn findet und sicher zum Camp damit zurück kommt, hat ihn gewonnen. Die Gruppe aus Teilnehmern setzt sich aus den unterschiedlichen Charakteren zusammen. Zum einen haben wir da Schauspieler, Schriftsteller, sowie auch Elite Soldaten aus den verschiedenen Armeen und Einheiten. Auch dürfen ein paar Hobbyjäger nicht fehlen, die eher die Jagd mit einem Saufgelage verbinden.

Der Zuschauer bekommt einige interessante Charaktere serviert. Man erfährt auch einiges an Hintergrundinformationen über die einzelnen Teilnehmer. Somit wird das Interesse des Zuschauers geweckt und die Story bekommt dadurch etwas Tiefe, was man oft in solchen Filmen stark vermisst. Auch wenn der erfahrene Zuschauer schnell erkennt wer der Übeltäter in der Gruppe ist, so werden oft falsche Fährten gesetzt um den Zuschauer in die Irre zu führen. Denn ein Teilnehmer in MASTERBLASTER verwendet nicht die üblichen Paintball Utensilien um an sein Ziel zu gelangen.

Der Film besitzt nur eine Laufzeit von 80 Minuten, die aber durchweg mit Spannung gewürzt sind. MASTERBLASTER bietet Action mit einigen Blutigen Morden und auch einer Köpfungsszene, die jedoch in der deutschen Version auf VHS gekürzt wurde. Auch wird hier Abwechslung in der Dezimierung der Teilnehmer geboten. Dazu noch ein flippiger Soundtrack mit einem gleichnamigen Titel wie der Filmtitel.

Fans von Martial Arts Filmen werden hier sofort den Schauspieler Jeff Moldovan erkennen. Ihn kennt man auch aus “Trancers 4+5”, “Lizenz zum Töten” und “Mr. Babysitter”. Jeff durfte auch in MASTERBLASTER in ein paar Szenen sein Talent und Können im Martial Art unter Beweis stellen. In weiteren Rollen sind Donna Rosea, Joe Hess, Robert Goodman und George Hill zu sehen.

MASTERBLASTER bietet Spaß, Action, Spannung und für Fans von Slasher Elementen eine Empfehlung wert. Die deutsche VHS vom Label “UFA” ist hierzulande leider nur geschnitten erschienen. Und die Schnitte sind vor allem in den Tötungsszenen deutlich zu spüren. Was man noch dem Film zusprechen kann, ist die deutsche Synchronisation. Oft wurden B-Movies auch mit B und C Synchronsprechern für Deutschland produziert, doch in MASTERBLASTER sind viele bekannte Synchronstimmen zu hören.