Mega Cop (1993)

Bei einem Geiseldrama freundet sich die chinesische Polizistin Yang (Michelle Yeoh) mit dem Wachmann Chang an. Chang jedoch träumt von einem freien Leben in Hongkong und Amerika und verlässt China und Yang. 3 Jahre später wird Yang nach Hongkong gerufen, weil dort eine chinesische Gangsterbande ihr Unwesen treibt. Ihr zur Seite stehen zwei übereifrige Jung-Cops. Was Yang nicht ahnt: Ihr alter Freund Chang ist der Kopf der Gangsterbande und erledigt die Drecksarbeit für den Obermotz Roger Davidson, der schon den ganz großen Coup plant…

 

Der Regisseur Stanley Tong inszenierte aufgrund des Erfolges von „Police Story 3“ mit Jackie Chan ein Spin-Off. MEGA COP oder auch unter dem Titel „Project S“ veröffentlicht, ist ein eigenständiger Actioner aus dem Jahr 1993 wo die Hauptdarstellerin Michelle Yeoh einen Kampf für die Gerechtigkeit einschlägt.

Michelle Yeoh machte bereits zuvor in „Police Story“ auf sich aufmerksam. In MEGA COP zeigt sie erneut ihre Fähigkeiten mit den Schusswaffen und mit ihren Fäusten und Füßen. Noch heute ist sie aktiv im Filmgeschäft. Sie spielte auch in der beliebten „Ultra Force“ Reihe in zwei Teilen als Inspector Ng mit.

Jackie Chan in einer Cameo Rolle

In einer kleinen Nebenrolle, was oft auch als Cameo Auftritt betitelt wird, ist Jackie Chan zu sehen. Eine Sprechrolle hat er nicht, aber er ist deutlich in der Juwelierszene zu erkennen. In weiteren Rollen tauchen viele weitere bekannte Namen aus der Filmbranche aus Hongkong mit. Zu erwähnen sind Namen wie „Yu Rong Guang, „Bill Tung“ aus „Police Story“ bekannt und Dick Wei von „Police Assassins“.

MEGA COP ist satte Action pur. Schon zu Beginn legt der Film ein ordentliches Tempo vor. Gebremst wird er durch ein paar kleine Romanzsequenzen, die aber weniger zum Tragen der Story sind. Sie dienen wahrscheinlich eher dazu die Story etwas aufzulockern und um den Zuschauer auch mal eine Verschnaufpause zu spendieren.

Gut abgestimmt, mit Füßen und Händen wird hier gekämpft. Natürlich gehören auch etliche Schießduelle zum Repertoire. Explosionen sind hier eher Mangelware, dafür bekommt man so einige waghalsige Stuntszenen und Kletterpartien geboten.

Hongkong Action Pur

In MEGA COP sind auch ein paar kleine Wendungen und Überraschungen in den Plot integriert. Zwar erkennt man recht schnell, das gewisse Charaktere im Film mehr auf dem Kerbholz haben, als man ihnen zutraut, doch inwieweit sie in die Geschichte integriert sind, ist nicht sofort erkennbar.

MEGA COP ist kein Reißer wie vielleicht die Filme von John Woo, jedoch ein solider B-Actioner. Satte Action, viele Stunts, gute Kämpfe mit einem minimalistischen Touch an Humor. Leider ist dieser Actioner in Deutschland nur auf VHS vom Label „Splendid“ in der FSK 18 Fassung erschienen. Wieso sich dieser Vertreter auf dem Index befindet, ist mal wieder völlig unklar, denn da gibt es weitaus schlimmere Kandidaten.