Michael Jeter – Der tanzende Mäuseliebhaber

Michael Jeter – Geboren am  26.08.1952 in Lawrenceburg, Tennesse, USA; Gestorben 30.03.2003 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Michael Jeter war nicht nur ein angesehener Theaterschauspieler, er trat auch sehr häufig als Nebenfigur in Film und Fernsehen auf. Der Sohn der Hausfrau Virginia und des Zahnarztes William Claud hatte einen Bruder und vier Schwestern. Er studierte an der Memphis State University ursprünglich Medizin um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Dies hing er dann an den Nagel um sich auf die Schauspielerei zu konzentrieren. Im Studium spielte er bereits in vielen Theaterstücken und Musicals auf. Später trat er dann in Memphis am Circuit Theater und am Playhouse auf. Er ging dann nach Baltimore um seine Karriere voran zu treiben. 1978 spielte er im Musical „Hair“ mit. Dies war so erfolgreich, dass er ein Jahr später eine Rolle im gleichnamigen Film bekam. Aufgrund seines Aussehens und seiner Energie bekam er 1981 eine Rolle im Theaterstück „Cloud 9“. Neben den Film spielte er immer wieder Theater. Und das sehr erfolgreich. So bekam er den Tony (den Theater-Oscar) für seine Rolle im Broadway-Musical „Grand Hotel“.

Jeter spielte in vielen Filmen eine Nebenrolle. Mir fiel er als erstes auf als Obdachloser in Terry Gilliams „Der König der Fischer“, wo er eine Gesangdarbietung voller Exzentrik darbot. Viele weitere Filme konnten von Glück sagen ihn zu besetzen. So war er u.a. in “Fear and Loathing in Las Vegas“, „Drop Zone“, „Waterworld“, “Jurassic Park III”, “The Green Mile”, “Open Range”, “Tango & Cash”, “Sister Act 2” oder “Miller´s Crossing” zu sehen. Auch im Fernsehen sah man ihn häufiger. Eine seine bekanntesten Rollen war die des Assistenz-Trainers von Burt Reynolds in der Serie „Daddy schafft uns alle“, die ihn 1992 einen Emmy einbrachte. Auch seine wiederkehrende Rolle als „Mr. Noodle“ in der „Sesamstraße“ gehörte mit zu seinem Repertoire.

Jeter erfuhr bereits 1981, dass er eine Krankheit hatte. Diese wurde aber erst 1997 als HI-Virus diagnostiziert. Positiv. Der offen homosexuell lebende Jeter lebte zusammen seit 1995 bis zu seinen Tod im Jahre 2003 mit Sean Blue. Jeter starb an einer Herzattacke nach einen epileptischen Anfall.

Jeter ist einer der Darsteller, die man irgendwo sah, ihn mochte aufgrund seiner Erscheinung und man ihn nicht wieder aus den Gedächtnis bekommt.