Midnight Ride – Jagd auf den Highwaykiller (1990)

The Hitcher machte es allen vor, da war es doch nur eine Frage der Zeit bis andere Filmproduktionsfirmen die Idee eines Highway Killers aufnehmen und Ihr eigenes Süppchen daraus kochen. Die Rede ist von der Kultfirma „Cannon Group“, die Schmiede unzähliger Action – Streifen die sich eher im B oder sogar C Bereich aufhalten!

Als verantwortlichen Regisseur setzte Cannon Bob Bravler auf den Platz, der Mann ist ein erfahrener Mann mit Action und Spannung, er blickt auf einige Erfahrungen im TV Serien Bereich zurück, da tauchen Titel wie „Knight Rider“, Das A-Team“ und „Trio mit vier Fäusten“ auf! Viele Filme sind nicht auf seiner Filmlaufbahn zu entdecken, „Rush Week“ von 1989 und Midnight Ride – Jagd auf den Highwaykiller von 1990, um den es hier genauer gesagt auch geht.

Der Schauspieler Michael Dudikoff, den man aus einigen Action und Ninja Streifen kennt, wurde für diesen Film engagiert, als Rolle des Polizisten Lawson, dem seine Frau davon läuft, weil er sich mehr um seine Arbeit im Polizeidienst kümmert, als sich um seine Familie. Seine Frau Lara (gespielt von Savina Gersak) packt Ihre Sachen und setzt sich ins Auto und möchte schnellstmöglich zu ihrer Schwester fahren, die allerdings meilenweit weg wohnt. Sie trifft auf den Anhalter Justin (gespielt von Mark Hamill) und nimmt ihn kurzerhand mit auf die lange Autofahrt. Doch Lawson ist seiner Frau auf der Fährte, mit einem entwendeten Streifenwagen verfolgt er seine Frau, zu ihrem Glück wie sich später herausstellt.

Michael Dudikoff übernimmt in Midnight Ride mal eine etwas ruhigere und sanftere Rolle, als immer den Stand einer EinMannArmee. Hier kann er mal seine andere Seite als Schauspieler unter Beweis stellen, was ihm auch sehr überzeugend und realitisch gelingt. Als sein Gegenspieler des Psychopathen Justin wurde der damals recht bekannte Mark Hamill gecastet. Man kennt ihn als Luke Skywalker aus der Star Wars / Krieg der Sterne Trilogie, auch Hamill beweist hier Können und bringt die Rolle des Justin sehr real und glaubwürdig rüber. Kühl, unberechenbar und eiskalt mit seinem Ziel vor Augen agiert er sehr aufschlussreich auf der Mattscheibe. Zwar kann seine Leistung noch lange nicht mit der von Rutger Hauer als „The Hitcher“ mithalten, aber Ansätze sind vorhanden und erkennbar. Beide Hauptdarsteller bringen das Katz und Mausspiel auf einen guten Stand und verhelfen ihm somit zu einen hohen Spannungs- und Unterhaltungswert.

Dazu gesellt sich noch eine beklemmende Atmosphäre, die meisten Handlungen spielen sich in den jeweiligen Autos ab und es ist Nacht. Die Dunkelheit und die Abgeschiedenheit auf den einsamen und langen Highways tun den übrigen Rest dazu bei. Mithilfe von viel Nebel wird der Eindruck eines Horrorfilms beim Zuschauer geweckt, doch es verstärkt die unheimliche Situation in denen sich die Charaktere befinden deutlich. Dazu einsame Motels am Rande der verlassenen Highways – perfekte Stimmung!

Was die Action angeht, bekommt der Zuschauer auch viel geboten, zwar keine extremen Gewaltorgien aber durchaus brauchbare Werte. Allen voran das Finale, ein Endkampf zweier Männer quer durch ein Krankenhaus, wo sich beide nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und ordentlich die Fetzen fliegen!

Cannon Group schaffte somit einen spannenden und atmosphärischen Streifen, der es verdient hat das Prädikat: „Schaubar“ zu bekommen. Für Dudikoff Fans ist dieser Action-Thriller sowieso Pflichtprogramm und andere dürfen ruhig mal „Hitcher“ Luft schnuppern kommen.