Miguel Ferrer – Der schlagzeugspielende Bösewicht

Miguel Ferrer– Geboren am 07.02.1955 in Santa Monica, Kalifornien, USA; Gestorben am 19.01.2017 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Miguel Jose Ferrer wurde ins Showbusiness geboren. Sein Vater war Jose Ferrer, (Oscarpreisträger als beste Hauptrolle 1950 in „Cyrano de Bergerac“), seine Mutter Rosemary Clooney (die Tante von George, welche irische und deutsche Vorfahren hat). Er ist somit der Cousin von George Clooney. Zunächst deutete nichts darauf hin, dass er ins Filmgeschäft einsteigen sollte. Studiomusiker war seine Passion. Er war u.a. Schlagzeuger bei dem Album „Dark Side of the Moon“ von Ex-Pink Floyd Mitglied Keith Moon. Sein Kollege Bill Mumy brachte ihn zum Fernsehen, weil in einer Serie jemand gesucht wurde, der Schlagzeug spielen kann. Und so begann seine Filmkarriere.

Einer seiner ersten großen Rollen war die des Navigators in „Star Trek III – Auf der Suche nach Mr. Spock“. Dann kam sein eigentlicher Durchbruch. Als Bösewicht im Paul Verhoeven Klassiker „Robocop“ schuf er einen brillanten Yuppie-Bösewicht der 80er. Und auf die Rolle des Schurken war er fortan prädestiniert. Wie sein Vater, der ebenfalls häufig Bösewichte spielte. Und diese Rollen füllte er mit Bravour aus. Und er spielte in solch Genrefilmen wie „Deep Star Six“, „Revenge“, „Hot Shots 2“ oder „The Stand – Das letzte Gefecht“. Besonders hervorzuheben ist seine Stimme. Häufig wird er gecastet um Stimmen zu vertonen und war sogar für das Hörspiel „Disneys – König der Löwen II“ für den Grammy nominiert. Auch in solchen Filmen wie “Alf – Der Film” oder “Die Abservierer” war er zu sehen. Insgesamt hatte er 122 Auftritte in Film und Fernsehen (Sprechrollen inklusive).

Miguel Ferrer spielte ebenfalls in unzähligen Serien mit wie z.Bsp. „Magnum“, „Miami Vice“, „CHiPs“ oder als einer der Hauptrollen in „Crossing Jordan“. Auch in der Forstführung der TV-Serie „Twin Peaks“, die bald erscheinen wird, war er wieder mit an Bord.

Er erlag am 19.01.2017 einem Krebsleiden.

Miguel Ferrer wird immer der Bösewicht sein, bei dem man weiß, dass sein verschmitztes Lächeln nichts Gutes bedeutet.