Mind Storm (1996)

Computerspieldesigner Darrin entdeckt, dass ein von Verbrechern in Umlauf gebrachtes CD-Rom-Spiel menschliche Empfindungen manipuliert und seinen neugierigen Nutzern große Glücksgefühle, aber auch den sofortigen Exitus vermitteln kann. Gemeinsam mit Kumpel Larry und Frau Debbie macht er sich auf eine gefährliche Suche nach den Herstellern des Programms.

 

Ein Computerspiel wird zur Droge und kann zum Tode führen? Nun zugegeben diese Idee ist nicht neu und wurde auch schon im Horror Genre filmisch aufgegriffen. Doch mit MIND STORM der im Original “Subliminal Seduction” heißt, geht es in eine ganz andere Richtung. Regisseur Andrew Stevens inszenierte 1996 diesen amerikanischen TV Film. Stevens ist vor allem vor der Kamera kein Unbekanntes Gesicht, zumeist zwar in Nebenrollen zu sehen, kann aber auf eine gute und lange Filmliste zurück blicken. Sei es in “Munchie” oder “Maximum Force” von 1992 oder auch “Yukon” von 1981 mit Charles Bronson in der Hauptrolle, auch einige TV Serien Rollen konnte er besetzen. Hinter der Kamera war er weniger erfolgreich und drehte nicht viele bekanntere Werke. Zu erwähnen sei seine Regiearbeit an einer Episode für “Das Ding aus dem Sumpf”.

MIND STORM ist eine TV Produktion, was man dem Film auch an allen Ecken und Kanten deutlich anmerkt. Vor allem der Cast setzt sich aus Schauspielern zusammen, die zumeist nie mehr als TV Filme und Serien gedreht haben. Allen voran Ian Ziering, den die meisten sicherlich noch aus “Beverly Hills 90210” kennen dürften. An seiner Seite spielt die attraktive Katherine Kelly Lang, mit MIND STORM beendete sie ihre Filmkarriere und zog sich aus dem Geschäft zurück. Zuvor war sie in “Jocks” von 1986, und in “Der Teufelsschrei” von 1981 zu sehen. Dazu gesellen sich einige Auftritte in TV Serien wie “Ein Colt für alle Fälle”, “Trio mit vier Fäusten” und “Magnum”.

In MIND STORM geht es um ein Computerspiel, was das Bewusstsein der Spieler verändert, und sie vor allem auch zum Selbstmord führt. Bei manchen Spielern hingegen wird die Lust in Bezug auf Sex stimuliert und geheime Fantasien ausgelebt. Widrige Geschäftspartner machen sich den Erfolg des einfachen Computerspiels zu nutzen und integrieren geheime Schlüsselbotschaften hinein, um den Spieler zu erreichen. Zugegeben die Story klingt recht interessant, doch leider hapert es an der Umsetzung. Das fängt schon bei der Darstellung des Spiels an, in den 90er Jahren gab es schon weit mehr aufwendige Spiele was Grafik und Darstellung angeht. Als CD Rom Laufwerk dient bei jedem Computer ein normaler Mobiler Discman. 

Die Story plätschert recht mühselig vor sich hin und bietet kaum Highlights. Der Plot wird gelegentlich durch ein paar leicht erotische Bettgeschichten aufgelockert, die aber auch nicht ohne Folgen der Schauspieler im Plot sind. Eifersucht, Fremdgehen und Gewalt in der Beziehung kommen auf, und verdrängen den erotischen Part ab dem ersten Drittel komplett. Ab diesem Zeitpunkt kommt gähnende Langeweile auf. Anstatt das man die zahlreichen Nebenplots zum Hauptstrang hinzuzieht, verlaufen sie sich ins Bodenlose.

Es gibt zahlreiche TV Filme die es wert sind geschaut und weiterempfehlt zu werden, bei MIND STORM besser nicht. Das er es hierzulande nur auf VHS geschafft hat, kann verschiedene Gründe haben. Und dann ist die Fassung in Deutschland mit einer FSK 18 Freigabe versehen und aller Wahrscheinlichkeit noch gekürzt – Vermutung liegt bei den Soft-Erotik Szenen, denn Action vermisst man hier total.