Miss Daisy und ihr Chauffeur (1989)

Nachdem Miss Daisy, eine reiche jüdische alte Dame in den Südstaaten der USA, ihren wunderschönen Wagen fast zu Schrott gefahren hat, besorgt ihr Sohn ihr einen Chauffeur. Doch die 72jährige will sich nicht an den Gedanken gewöhnen, künftig nur noch mit dem schwarzen Hoke am Steuer Autofahrten zu unternehmen. Nachdem sie ihn zunächst ignoriert, dann wissentlich zu Unrecht des Diebstahls verdächtigt hat, entspinnt sich zwischen den beiden äußerlich wie innerlich so unterschiedlichen Menschen eine 25 Jahre währende, ungewöhnliche Freundschaft, die von gegenseitiger Toleranz und von Verständnis getragen wird.

  • Am Ende des Films wird die Immobiliengesellschaft Harry Norman Realtors damit beauftragt, das Haus von Miss Daisy zu verkaufen. Das Unternehmen existiert tatsächlich seit den 1930er Jahren.
  • Obwohl der Film auch die Geschichte jüdischer Charaktere aufzeigt, ist unter den Hauptdarstellern kein Schauspieler jüdischen Glaubens zu finden.
  • Als Heim von Miss Daisy diente der Filmcrew ein Grundstück in der 822 Lullwater Road in Atlanta.

Der Film erhielt im Jahre 1990 die folgenden Oscars:

  • Bester Film
  • Beste Hauptdarstellerin (Jessica Tandy)
  • Bestes adaptiertes Drehbuch
  • Bestes Make-Up

 

Bei solchen Filmen bin ich immer ein wenig skeptisch und schnell gelangweilt, aber Miss Daisy und ihr Chauffeur haben mich in den heimischen Kinosessel gepresst und mich erst beim Abspann herausgelassen. Die darstellerische Leistung der Schauspieler ist grandios und der Soundtrack, mal wieder von Hans Zimmer rundet das ganze noch gnadenlos ab. Eine perfekt aufeinander abgestimmte Angelegenheit. Die Auszeichnungen die dieser Film errungen hatte sind in meinen Augen alle berechtigt. Manche sagen das die Dialoge oftmals unnötig in die Länge gezogen seien, dies kann ich widerlegen, denn sie passen gut zu den Szenen und geben so einen, einen noch tieferen Einblick in die Charaktere und deren Leben. Der Familiensinn und die Probleme des älter werdens sind unkompliziert dargestellt, die Rassenfeindlichkeit wird in den Hintergrund gestellt.

Miss Daisy und ihr Chauffeur spielte bei geschätzten Produktionskosten von 7,5 Mio. US-Dollar einen weltweiten Gewinn von über 145 Mio. US-Dollar ein, wobei allein in den USA ein Brutto-Gewinn von über 106 Mio. US-Dollar erzielt wurde.In Deutschland konnte Miss Daisy und ihr Chauffeur an den Erfolg in den USA anknüpfen.Aus dem Videoverleih konnte zudem ein Gewinn von 50,5 Mio. US-Dollar erzielt werden.

Ich kann jedem nur diesen Film weiterempfehlen, er sollte in keiner privaten Filmsammlung fehlen! Er ist auf VHS, DVD und BlueRay erhältlich!

Ich gebe dem Film 10 / 10 Punkten!

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