Mörderbienen greifen an

Des einen Leid, des anderen Freud. Dieses Sprichwort passt auch auf die Insektenart Bienen. Und das Bienen nicht nur nützlich für die Natur und für uns Menschen sein kann, beweisst der Tierhorrorfilm MÖRDERBIENEN GREIFEN AN. Oder auch unter dem Alternativtitel Killerbienen bekannt. Regisseur Bruce Geller nahm sich 1976 das Thema an und inszenierte einen gelungenen soliden B-Movie im Horror Genre. Drei Jahre zuvor drehte er mit James Coburn den Krimi “Harry mit den langen Fingern” (Kritik folgt in Kürze).

Regisseur Geller hatte nur ein kleines Budget zur Verwirklichung des Skriptes zur Verfügung. Doch gelang es ihm dennoch einen spannenden und interessanten Beitrag zu schaffen. Im gewissen Sinne ist die Story vom Film nicht an den Haaren herbei gezogen. Denn Amerika leidet noch oft unter regelrechte Bienenplagen, in den 50er Jahren nahm ein Genetiker Bienen aus anderen Ländern mit meist tropischen Klima in die USA. Durch einen Unfall entkamen ganze Bienenvölker und vermehrten sich rasend schnell.

Summ, Summ, Summ – Die Bienen gehen um….

MÖRDERBIENEN wurde in der Hochzeit der Tierhorrorfilme gedreht, schon zuvor wurden Filme mit Hunden, Bären, Haien und vielen anderen Tieren verwirklicht. Das Tempo des Films geht nur schleppend voran. Die Charaktere benötigen sehr viel Zeitaufwand um die Bienen zu entdecken und weitere Maßnahmen in die Wege zu leiten. Doch wer etwas Geduld aufbringt wird dann mit teils recht heftigen und ekligen Szenen mit den Bienen konfrontiert. Zumindest die Zuschauer, die etwas gegen Insekten haben, oder sogar gegen Bienenstiche allergisch reagieren.

Die Schauspieler Besetzung setzt sich zumeist aus unbekannten Gesichtern zusammen, was für einen B-Movie nicht sonderlich verwunderlich ist. Doch tauchen auch bekannte Namen wie Ben Johnson und Michael Parks auf, sie kennt man auch in vielen anderen Produktionen, meist auch in Nebenrollen. Doch alle Darsteller wirken sehr authentisch und überzeugen in ganzer Linie. Keiner fällt besonders auf oder aus der Reihe mit seinem Talent.

MÖRDERBIENEN zeigt eindrucksvoll das man mit wenig Mitteln, ohne Blutorgien und Splattereinlagen einen sehr spannenden Horrorfilm inszenieren kann.

Zu bemängeln sei nur, das das Tempo der Story am Anfang recht träge ist und an der Aufmerksamkeit des Zuschauers nagt. Doch wer dran bleibt, bekommt viele Szenen mit Scharen solcher Tiere zu Gesicht. Beeindruckend ist das die Darsteller fast allesamt es mit den vielen Bienen ausgehalten haben. Besonders eine Szene in einem Auto ist etwas heftiger.

MÖRDERBIENEN gibt es bislang in Deutschland nur auf VHS vom Label “Starlight Video”. Sie hat eine FSK 16 Freigabe und ist ungekürzt – der Film ist auch blutleer. Zwei Jahre nach dem Dreh erschien der Film MÖRDERBIENEN bei uns im Kino, und reihte sich gut in die Rige der damaligen Tierhorrorfilme ein.