Mörderhaie greifen an (1975)

Der junge Taucher Ben findet auf dem Meeresgrund eine antike Goldmünze, welche zu einem sagenhaften Schatz der spanischen Flotte gehört. Ein abenteuerlustiges Team ist schnell auf die Beine gestellt: Der brummelige Kapitän Carnahan und die zwei Ex-Marine-Taucher Ben und Larry schließen sich der Schatzsuche an. Zwar kann der Schatz geborgen werden, doch machen die titelgebenden Mörderhaie und eine Gruppe aus dem Gefängnis entflohener Schwerverbrecher den Schatzsuchern das Leben zur Hölle…

 

MÖRDERHAIE GREIFEN AN stammt aus der Feder von Cornel Wilde, der auch als Regisseur und Schauspieler 1975 mitwirkte. Auch finanzierte das Multitalent diesen Tierhorrorstreifen aus eigener Tasche. Wilde ist kein Unbekannter, und seine Karriere begann schon in den 30er Jahren in Hollywood. Mitte der 80er Jahre beendete er seine Laufbahn und 1989 verstarb er an einer Leukämie Erkrankung. Im selbigen Jahr wie MÖRDERHAIE GREIFEN AN veröffentlichte Steven Spielberg seinen “Der Weiße Hai” mit Roy Scheider in der Hauptrolle. Wilde seine Version mit dem Jäger der Meere schlägt eine etwas andere Richtung ein und siedelt sich eher im Thriller / Krimi Genre ein, als das es als Horrorfilm funktioniert. 

Die Haie dienen hier nur als Mittel zum Zweck um der recht überschaubaren Story Einhalt zu geben und um sie zu stützen. In der ersten Hälfte der Spielzeit tauchen die bedrohlichen Jäger des öfteren auf und greifen unschuldige Opfer an und attackieren auch schon mal ein Boot. Im späteren Verlauf der Story verschwinden sie gänzlich komplett und ziehen sich aus der Story zurück. In erster Linie funktioniert MÖRDERHAIE GREIFEN AN als Thriller mit ein paar Tierhorrorelementen. Es geht in der einfachen Geschichte um die Jagd auf einen versunkenen Schatz mit unterschiedlichen Charakteren, und einer Geiselnahme durch entflohene Sträflinge aus einem Gefängnis. 

Was dem Spannungsaufbau und der Atmosphäre angeht, wird man gut versorgt. Hinzu bekommt man viele ansehnliche Kameraeinstellungen Unterwasser und von Riffs gezeigt. Dazu die weiten Aufnahmen des Meeres und ein paar Inseln am Horizont. Doch Hai Kenner werden recht schnell merken, das in diesem Film die Jäger sehr klein sind und kaum bedrohlich wirken anhand ihrer Körpergröße. 

Doch das Katz und Mausspiel der Schatzsucher und den Sträflingen wird recht schnell eintönig und wirkt abgeschwächt. Das zieht auch den Spannungsaufbau und die Atmosphäre deutlich runter und gähnende Langeweile macht sich breit. Schauspielerisch betrachtet wirken alle Darsteller sehr authentisch und wissen in ihren Rollen zu überzeugen. In weiteren Rollen sind Yaphet Kotto, John Neilson und Cliff Osmond zu sehen.

Im Großen und Ganzen ist MÖRDERHAIE GREIFEN AN ein solider Streifen. Mit ein paar Ecken und Kanten und weit hinter anderen Vertretern aus dem Hai Fach. Ein wenig mehr Aufwand, Inszenierung und Beteiligung der Haie hätten dem Film sicherlich zu mehr verholfen. MÖRDERHAIE GREIFEN AN ist in Deutschland bislang nur auf VHS vom Label “Warner Home Video” veröffentlicht worden.