Moontrap – Gefangen in Zeit und Raum (1989)

Inhalt:

Die beiden Astronauten Colonel Jason Grant (Walter Koenig) und Ray Tanner (Bruce Campbell) finden auf den Mond Überreste einer vergangenen Zivilisation. Als sie zu ihren Space Shuttle zurückkehren wollen, merken sie, dass es gestohlen wurde. Hat es was mit den Kaaliun zu tun? Diesen mörderischen Robotern die aus Leichenteile sich zusammensetzen? Ein Kampf des Überlebens beginnt.

Filmisches Feedback:

Nett gemachter B-Film Schocker

Einer der Filme, bei dem ich damals beim Kauf dachte: “WOW, das ist doch einer meiner allerersten SF-Horrorfilme die ich gesehen habe damals als Jugendlicher. Heimlich abends spät im Fernseher.” Also gleich gekauft und reingelegt die Scheibe und was soll ich sagen: Danke Kindheitserinnerung!
Als ich diesen Film als Jugendlicher das erste Mal sah, hatte ich Riesenbammel vor einer möglichen roboterartigen außerirdischen Invasion. Heute, viele Jahre danach, weiß ich, wenn diese Roboter gekommen wären, ich hätte sie einfach totgelacht.

Wer wissen will woher Filme wie APOLLO 18 (2011) oder der 90er Horrorstreifen VIRUS (1999) seine Inspirationen hergeholt haben, der möge sich diese kleine feine B-Filmperle ansehen. Es hat immer einen gewissen Charme solche Filme anzusehen um festzustellen, dass der Videomarkt seit Mitte der 80er sich stets ausprobiert hat. Immer wieder haben Regisseure sich getestet, haben heute bekannte Darsteller ihren Anfang in Billigproduktionen genommen, haben sich angehende SFX-Experten in solchen Filmen versucht. Und immer wieder kam es vor, dass altgediente Darsteller sich in solchen Streifen verirrt haben. Schließlich müssen auch sie die Miete bezahlen. Der Direct-to-Video- Markt bot und bietet nach wie vor immer mal wieder kleine Perlen. Wie eben diese. Wie das Fernsehen ab den 60ern die Medien und den Film verändert hat, so hat der Videomarkt auch die Filmwelt verändert. Und wir bekommen eben gerne solche Granaten mit.

Aber zurück zum Film. Einige Szenen sind wirklich angsteinflößend gewesen und bieten gut gemachte SF und Effekte. Ein Film, der versucht physikalisch richtig zu sein (obwohl natürlich die obligatorischen Logiklöcher vorhanden sind), bietet aber einen anständigen Grusel. Regisseur Robert Dyke, der sonst u.a. bei den SFX an TANZ DER TEUFEL 2 (1987) oder BIGFOOT UND DIE HENDERSONS (1987) mitgewirkt hat, macht einiges richtig. Und Walter Koenig (STAR TREK) und Bruce Campbell kann man sich eh immer geben. Also alles in allem: Kann man sich  ansehen.

Es gibt eine Fortsetzung vom selben Regisseur aus dem Jahre 2017 mit den Namen MOONTRAP: TARGET EARTH.