Alien – Die Wiedergeburt (1997)

Alien - Die Wiedergeburt

Erleben Sie die Wiedergeburt!

19971 h 49 min
Kurzinhalt

200 Jahre nach ihrem Tod wird Ellen Ripley von skrupellosen Militär-Wissenschaftlern an Bord des terranischen Raumkreuzers U.S.M. Auriga wieder zum Leben erweckt: In einer Testreihe werden die Gene ihrer Überreste so oft geklont, bis es gelingt, sie und die Alien-Königin in ihrem Körper lebensfähig zu halten. Wider Erwarten überlebt sie den Eingriff, bei dem die Königin operativ aus dem Körper entfernt wird. Die Wissenschaftler wollen die xenomorphen Aliens für den militärischen Einsatz weiterzüchten. Zu diesem Zweck benötigen sie Wirtskörper, die ihnen von Weltraumpiraten in Form von entführten Kolonisten geliefert werden. Bald schon schlüpfen die ersten Aliens, die in vermeintlich ausbruchsicheren Käfigen untergebracht werden.

Metadaten
Laufzeit 1 h 49 min
Starttermin 12 November 1997
Detail
Medien Blu-Ray
Film-Details Verfügbar
Bewertung Sehr Gut
Bilder

Wer ist das Monster? Das Monster? Oder etwa doch der Mensch?

Regisseur Jeunet setzt der “klassischen” Alien-Reihe einen fulminanten Schlusspunkt, indem er nicht wie bisher beide Welten, von Menschen und Aliens, einzig aufeinander prallen, sondern eine Verschmelzung entstehen lässt, sowohl körperlicher, als auch, auf den Zuschauer bezogen, ideologischer Art und Weise. Das Bild des Bösen verschiebt sich im Alien-Finale gehörig, denn machtbesessende und Forschungsgeile Wissenschaftler treten an die Stelle des Monsters, welches darüber hinaus seinesgleichen durch gut situierte Emotionalität und leises Hinterfragen vermenschlicht wird.

© 1997 Brandywine Productions − Alle Rechte vorbehalten.

Der letzte Teil erfährt, entgegen dem gewohnten und oft bewiesenen Sequel-Qualitätsverlauf, die höchste Bewertung der klassischen Reihe, denn Jeunet schafft es, dem jahrhundertelangen Kampf der Spezies Mensch und Monster den Sinn zu entziehen, ohne das gesamte Thema zu verunglimpfen. Retroperspektiv gesehen gelingt dies ebenso, denn wo Ridley Scott´s Klassiker mittlerweile teils altbacken wirkt, dank dem Faktor der Grundidee jedoch unantastbar bleibt, sich James Cameron´s Fortsetzung zu gewollt und überladen anbiedert und David Fincher´s Rückkehr zur düsteren Grundstimmung zwar gelingt, jedoch die Geschichte nicht zu Ende erzählt, schafft es Jeunet mit ekligem Gore und Splatter, einer gehörigen Portion Selbstironie, knallharter Gesellschaftskritik, schnörkelloser Action bis hin zur mutigen, freiwilligen Komik den Zuschauer zu fesseln und der klassischen Alien-Saga den endgültigen und vor allem notwendigen Schlußstempel aufzudrücken. Alles was danach kam, kommt und noch kommen sollte, darf zwar teils als unterhaltsam, aber letztlich überflüssig, weil dem Thema längst überdrüssig, angesehen werden.

© 1997 Brandywine Productions − Alle Rechte vorbehalten.