Angel Heart

19871 h 53 min
Kurzinhalt

Harry Angel arbeitet im New York der 50er als anrüchiger Privatdetektiv. Eines Tages bietet ihm der mysteriöse Louis Cypher viel Geld dafür, einen Musiker namens Johnny Favorite aufzuspüren, der bei Cyphers Gattin angeblich noch Schulden hat. Wenn auch widerwillig lässt sich Angel auf das Geschäft ein. Schnell findet er heraus, dass Favorite in einer Klinik wegen einer Amnesie behandelt wurde. In New Orleans trifft er schließlich auf Epiphany, die Tochter einer bereits verstorbenen, ehemaligen Geliebten des Verschwundenen, mit der sich Angel auf eine Affäre einlässt. Doch offenbar sind seine Ermittlungen nicht unentdeckt geblieben. Alle von ihm befragten Zeugen werden der Reihe nach auf bestialische Weise ermordet...

Metadaten
Regisseur Alan Parker
Laufzeit 1 h 53 min
Starttermin 6 März 1987
Detail
Medien Blu-Ray
Film-Details Verfügbar
Bewertung Sehr Gut
Bilder

ANGEL HEART erzeugt von Beginn an eine beklemmende, unheilvolle Atmosphäre. Die ruhige, fast schon klaustrophob-isch anmutende Kameraführung, bis auf die zwischenzeitlichen, geradezu ekstatischen Ausbrüche, und die leise, messerscharfe Erzählstruktur, welche permanent auf wahrhaft Böses hindeutet, jedoch nichts erklärt, gepaart mit düsterer, musikalischer Untermalung, erzeugen diese Gefühle. Sowieso gibt es nur wenige Filme wie diesen, der stets unterschwellig nur von der Stimmung lebt. Als sich Harry Angel beispielsweise nach New Orleans begibt, kann man die Schwüle und den Schweiß beinahe riechen und selbst spüren. Okkulte Voodoo-Rituale, unerklärliche Mordfälle, der undurchschaubare Auftraggeber, sowie zum Teil grauenvolle Visionen plagen in sich langsam steigernder Intensität den New Yorker Privatdetektiv. Der Druck nimmt immer mehr zu, auch auf den Zuschauer. Man wünscht sich fast, dass es vorübergeht, kann aber doch nicht wegsehen.

© 1987 TriStar Pictures − Alle Rechte vorbehalten.

Und über allem schwebt scheinbar der Geist von Johnny Favorite, dem verschwundenen Sänger. Ihn zu finden, dass ist Angel´s Aufgabe. Es wird jedoch zu seinem Schicksal, ja wahrhaft zum Auftrag seines Lebens. Mickey Rourke, damals noch mit Mimik ausgestattet, spielt zuerst gelangweilt und desillusioniert, später getrieben und nervös und am Ende fatalistisch und wahnsinnig – alles hervorragend! Gehetzt, gereizt, provoziert, geängstigt von Robert de Niro, in der Rolle des Louis Cyphre grandios, genial – und diabolisch gut! Dazu viel Blut, sehr detaillierte Gewaltdarstellung mit wohl dosierten Schockmomenten, und die wohl extremste, widerlichste, perverseste Sex-Szene der Filmgeschichte mit einer geschwitzt-geilen Lisa Bonet, im wahrsten Sinne des Wortes schwarze Magie! 

© 1987 TriStar Pictures − Alle Rechte vorbehalten.


Auch wenn der unausweichliche Ausgang der Geschichte früh absehbar ist, so kann man ´Angel Heart´doch als ausgezeichnetes Werk des Psycho-Horror-Genres empfehlen, wenn nicht als den besten Film über okkulte Rituale und schwarze Magie.


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