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Bad Guys – Brutaler als die Polizei erlaubt (1986)

Bad Guys - Brutaler als die Polizei erlaubt

19861 h 26 min
Kurzinhalt

"Gebt Eure Klamotten ab, Revolver, Polizeimarke....ihr seid gefeuert!" Polizeichef Captain Bill Watkins ist stocksauer. Skip und Dave, zwei City Cops der Metropolitan Police, jeder groß wie ein Kleiderschrank, hängen ihre Sachen in den Spind. "Totale Scheiße", meint Dave, "wir haben keinen müden Dollar, wir brauchen einen Job - Hauptsache die Kohle stimmt." Jim und Dave machen alles: Männerstrip, Witwentröster, Catch as Catch can. Die Bad Guys werden die Supercatcher vom Wilson Palace.

Metadaten
Regisseur Joel Silberg
Laufzeit 1 h 26 min
Starttermin 14 März 1986
Detail
Medien VHS
Film-Details Verfügbar
Bewertung Gut
Bilder
Schauspieler
Mit: Adam Baldwin, Mike Jolly, Michelle Nicastro, Ruth Buzzi, Norman Burton, James Booth

Das Cops sich auch nicht immer an die Regeln der Verbrechensbewältigung halten, kennen wir bereits aus unzähligen Streifen dieser Art. Sei es das man nicht gerade zimperlich mit Gaunern und Verbrechern umgeht um an Informationen heran zu kommen oder sich auch mal an illegalen Dingen bedient um sich sein eigenes Leben angenehmer zu gestalten. In „Bad Guys – Brutaler als die Polizei erlaubt“ aus dem Jahr 1986 bekommen wir eine waschechte Cop Komödie vom Regisseur Joel Silberg serviert. Seine Filmografie ist nicht sonderlich lang, zu seinem bekanntesten Werk dürfte wohl der „Lambada – Heiß und Gefährlich“ von 1990 sein.

In dieser Komödie trifft es zwei Cops, die auch noch gut miteinander befreundet sind, ganz hart. Ihre Methoden im Dienst werden nicht immer toleriert, besonders nicht vom zuständigen Revier Officer. Durch tatkräftiges einschreiten bei einer Massenkeilerei werden sie beide vom Dienst suspendiert, doch auf unfreiwilligen Urlaub ohne Kohle in der Tasche können die beide nicht leben, also suchen sie sich neue Anstellungen. In ihrer Freizeit steigen beide gerne in den Wrestlerring um sich ihr Taschengeld etwas aufzubessern, doch von den Amateurkämpfen kann man noch lange nicht die Wohnung und sonstige Dinge bezahlen, also weitersuchen. Da kommt man schon mal auf die Idee zu strippen vor wild gewordenen Frauen in einem Club, als Bauarbeiter auf einer Großbaustelle, doch wenn man was mit der Frau vom Bauleiter auf dem Bau anfängt, unterstützt das nicht sonderlich das Arbeitsverhältnis. Somit geraten beide immer wieder in diverse Fettnäpfchen und müssen sich mit Problemen auseinander setzen, die sie zuvor nicht sonderlich kannten und Beachtung schenkten.

Bad Guys“ ist amüsant, witzig, innovativ und bietet dem Zuschauer eine runde Sache an Unterhaltung und Humor. Der Humor bewegt sich auf einer konstanten Ebene und heitert den Zuschauer wohlgewollen auf, ohne auch nur den Ansatz von Slapstick aufkommen zu lassen. Im Film wird sich hauptsächlich mit „Wrestling“ auseinander gesetzt, schon in den 80er Jahren erfreute sich dieser Sport in den USA großer Beliebtheit. So ist es auch nicht verwunderlich das zwei bekannte Wrestler Rollen im Film besetzen, die Rede ist von Sgt. Slaughter und Mr. Perfect, doch eine Filmkarriere wie später andere Wrestler haben sie nicht eingeschlagen.

Für die Hauptcharaktere wurden Adam Baldwin und Mike Jolly engagiert, beide sind Männer die das Wunschbild vieler Frauen in den 80er Jahren erfüllen – rein optisch betrachtet. Aber auch schauspieltechnisch können sie sich gut in die Rollen hinein versetzen und hatten sichtlich Spaß am Dreh. Baldwin drehte noch sehr viele Filme aus allen erdenklichen Genres, zu seinen Filmen zählen Titel wie „Full Metal Jacket“, „Predator 2“ und „3:15 – Die Stunde der Cobras“ um nur ein paar zu nennen. Anders sieht es bei Jolly aus, er bekam nicht sonderlich viele Rollenangebote und besetzte zumeist Rollen in diversen TV Serien. Die deutsche Synchronisation ist sehr ansprechend und klingt vernünftig, die deutschen Synchronstimmen passen zu den jeweiligen Charakteren und klingen nicht befremdlich.

Bad Guys“ ist ein kleiner Geheimtip unter den Komödien der 80er Jahre, und tristet leider noch immer ein Dasein lediglich auf VHS und hat eine Freigabe von 16 Jahren, die durchaus angemessen ist. Das Label „Eurovideo“ veröffentlichte den Film, auf dem Cover ist eine falsche Laufzeitangabe angegeben, dort steht 89 Minuten, doch ist bereits nach 82 Minuten der Filmspaß vorbei, das könnte ein Indiz für eine Kürzung sein.