Blue Velvet (1986)

Blue Velvet

19861 h 56 min
Kurzinhalt

Jeffrey findet ein abgeschnittenes Ohr - ein alptraumhafter Trip in die Welt von Sex, Gewalt und Sado-Maso beginnt. Auf der Suche nach einem vermeintlichen Verbrecher dringt er heimlich in die Wohnung der erotischen Nachtclub-Sängerin Dorothy ein. Entsetzt wird er Zeuge einer Vergewaltigung und findet heraus, dass sie von dem perversen Lüstling erpresst wird, der ihren Mann und ihr Kind als Geiseln genommen hat. Zusammen mit der Tochter des Sheriffs, die ihn mit Tipps versorgt, gerät Jeffrey in einen Teufelskreis von Perversionen, in den auch die örtliche Polizei und eine Rauschgiftbande verstrickt ist. Als Jeffrey entdeckt wird, ist es zu spät um auszusteigen. Aus seinem Detektivspiel wird ein Kampf um Leben und Tod...

Metadaten
Regisseur David Lynch
Laufzeit 1 h 56 min
Starttermin 1 August 1986
Detail
Medien Blu-Ray
Film-Details Verfügbar
Bewertung Sehr Gut
Bilder

Durch ein abgetrenntes, menschliches Ohr gelangt der Zuschauer, wie durch ein Portal geführt, von bewusst übertrieben-inszenierter Kulisse der humanen Reinheit in die Welt des Schmutzes und der niederen, düsteren und teils abartigen Gefühle der Menschen.

© 1986 De Laurentiis Entertainment Group (DEG) − Alle Rechte vorbehalten.

Kyle McLachlan´s Charakter fungiert dabei als Mittler zwischen diesen Welten, denn er funktioniert in beiden. Die Kontraste bilden Laura Dern als Prinzessinnen-hafte, personifizierte Unschuld und Güte und Dennis Hopper, welcher nach überstandenem Alkohol,-und Drogenentzug die ihm von David Lynch gebotene Comeback-Chance ergriff und die von perversen Gelüsten getriebene sowie von wahnsinniger, stets rezidivierender Raserei unter wer weiß was für dämonischen, ständig mitgeführten Gasen fremdgesteuerte Bestie Mensch in Perfektion darbietet.

Isabella Rosselini wird die Opferrolle zuteil, ihr labiler Filmcharakter schwankt sowohl geistig als auch körperlich zwischen Gut und Böse.
Regisseur Lynch wollte eigentlich Maler werden, sein durch kluge Kamera-arbeit und durchweg gelungene ´Film Noir-Elemente´ optimiertes Schaffen in ´Blue Velvet´ mutet häufig als düsteres, bewegtes Gemälde an, die Detailverliebtheit und sein Hang zu einem perfekt-passenden Score tragen zusätzlich dazu bei, dass dieser Film nicht nur als modernes Märchen, indem das Gute wie zu allen Zeiten (fast) dem Bösen verfällt, sondern auch als Lynch´s zugänglicherer, weil schonungslos-offener, Streifen gelten sollte.

© 1986 De Laurentiis Entertainment Group (DEG) − Alle Rechte vorbehalten.