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Der blutige Pfad Gottes (1999)

Der blutige Pfad Gottes

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe.

19991 h 48 min
Kurzinhalt

Die beiden MacManus-Brüder sind noch richtige Katholiken und gehen jeden Sonntag in die Kirche. Deshalb machen sie auch die mahnenden Worte des Pastors, nie wegzusehen, wenn jemand in Not ist, besonders betroffen. Als Tage später die Russenmafia ihre Stammkneipe schließen will, wollen sie das nicht so einfach hinnehmen und wehren sich. Die verprügelten Gangster allerdings schwören Rache und stehen am nächsten Tag vor der Wohnung der Beiden. Nach der anschließenden Auseinandersetzung sind die beiden Russen tot. Doch nach der detaillierten Schilderung der Ereignisse kann FBI-Mann Smecker die Notwehr erkennen und läßt die Beiden laufen.Jetzt sind sie in einer anderen Zwickmühle. Da sie nicht wollen, das die Russenmafia den Tod ihrer Leute rächt, treten sie die Flucht nach vorn an. Mit mehr Glück als Geschick eliminieren sie mit einem Schlag alle Gangsterbosse.

Metadaten
Regisseur Troy Duffy
Laufzeit 1 h 48 min
Starttermin 22 Januar 1999
Detail
Medien Blu-Ray
Film-Details Verfügbar
Bewertung Sehr Gut
Bilder

Fuck You, with the fuckin´fucker in the fuckin´fuck…

© 1999 Franchise Pictures − Alle Rechte vorbehalten.

… oder so ähnlich jedenfalls hallt es einem pausenlos nebst markigen Bibelsprüchen entgegen. Dabei lässt sich der ´Style-over-Substance´-Vorwurf zwar nicht entkräften, ein Abrutschen in traurige Mittelmaß-Gefilde jedoch ebenso wenig aufrechterhalten, denn DER BLUTIGE PFAD GOTTES ist dafür zu eigen, zu unangepasst, zu rebellisch-sympathisch in gewollt-provozierter Selbstjustiz-Attitüde mit stetem Augenzwinkern.

Flanery und Reedus geben überzeugend und authentisch die ´bösen Posterboys´, wobei sie aber schauspielerisch sowohl von Dafoe, als auch von David Della Rocco an die Wand gedrückt werden. Die beiden Letztgenannten können sich als schwuler Esoterik-Cop und permanent fluchender Weirdo so richtig austoben, was über die gesamte Filmlänge, besonders in der Original-Tonspur, richtig Laune macht, wobei der starke Soundtrack & Score sein Übriges positiv leistet.

© 1999 Franchise Pictures − Alle Rechte vorbehalten.

Der Streifen würde also glatt durch die Decke gehen, wäre da nicht das ständige Gefühl des verkrampften Bemühens, alles besonders cool und Stylisch rüberbringen zu wollen oder zu müssen. Würde es einen Mr. Tarantino nicht geben, wären die ´Saints´ wohl längst im Kult-Olymp des Independent-Art-House angekommen, so bleibt stets dieser fade Beigeschmack der Anti-Spontanität, welcher von den Machern bei Rücksprache wahrscheinlich mit der Gefahr gekontert worden wäre, nicht vollends zur blutigen Farce abzurutschen, denn die doch recht simple Storyline hätte in diesem Falle auch nicht mehr hergegeben.

© 1999 Franchise Pictures − Alle Rechte vorbehalten.