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Formel 1 – In der Hölle des Grand Prix

Formel 1 - In der Hölle des Grand Prix

1970Länge unbekannt
Kurzinhalt

Im Kampf um den Weltmeistertitel ziehen die Formel-1-Fahrer von Grand Prix zu Grand Prix. Graham Hill und Ken Stark vom Clipper-Team sind die heißesten Anwärter auf den Weltmeisterschaftstitel. Ken Stark wird dabei von den Teamkollegen Jim Connor und Claude Pelissier unterstützt. Sie haben vor allem die Aufgabe, die Konkurrenz im Auge zu behalten und ihm zum Sieg zu verhelfen. Doch beim Grand Prix von Kanada verunglückt Jim Connor schwer und Frank Donovan, der Manager des Clipper-Teams, kommt auf die Idee, den erfolgreichen Motorrad-Rennfahrer Giacomo Valli zu engagieren. Valli, ein überaus talentierter Fahrer, sagt zu. Beim Grand Prix in Albi, einer kleinen Stadt im Süden Frankreichs, fährt er sein erstes Rennen. Valli kommt nach Hill ins Ziel, vor Stark. Damit hat er aber einen eklatanten Fehler begangen, denn es galt, dem Favoriten Stark zum Sieg zu verhelfen. Valli wird aus dem Team geworfen - und der Einzige, der ihn aufnehmen will, ist Shenkel, dessen Team immer nur belächelt wird. Doch Shenkel hat einen neuen Rennwagen konstruiert. Mit ihm lässt er Valli beim Großen Preis von Monza starten - sehr zur Überraschung der Konkurrenz.

Metadaten
Regisseur Guido Malatesta
Laufzeit Länge unbekannt
Starttermin 24 Juli 1970
Detail
Medien DVD
Film-Details Verfügbar
Bewertung Gut
Bilder
Schauspieler
Mit: Brad Harris, Olga Schoberová, Ivano Staccioli, Hans von Borsody

Glühender Asphalt, aufheulende Motoren und eiskalte Fahrer in rasanten Sportwagen. Wer schnuppert nicht gerne mal den Geruch vom verbrannten Benzin. Schon immer faszienierte den Menschen der Rausch der Geschwindigkeit. Um den Durst des Publikums zu stillen drehte 1970 Regisseur Guido Malatesta den Film FORMEL 1 – IN DER HÖLLE DES GRAND PRIX. Schon in den 60er Jahren drehte Malatesta Filme, sei es Sandalenfilme, wie auch einen Krimi, dazu noch eine Tarzan Verfilmung. Doch seine Karriere beendete er bereits ein Jahr nach FORMEL 1.

FORMEL 1 wird in zwei Genres eingeordnet, Drama und Sportfilm. Und beide Genres werden ausgiebig versorgt, ohne auch nur Kitschig zu wirken. Man kann dem Film auch einen Dokumentarischen Touch zusprechen. Denn man bekommt sehr viel Material aus der damaligen Rennszene geboten. Sei es in der Boxengasse, sowie auch die einzelnen Trainingsphasen und Werkstatt Tüfteleien. Für einen Technikfreak und Anhänger des Motorsports wird hier ordentlich Material zur Verfügung gestellt. Die Bilder haben den Anschein als wären sie an Originalschauplätzen ohne Verwendung von eigenen Kulissen entstanden. Somit kann man FORMEL 1 einen ungeheuren Realitätsgrad zuweisen.

Rennfilme gab es in den 70er Jahren nicht sehr viele. Erst ein Jahrzehnt später waren dutzende solcher Produktionen, die zumindest Ansatzweise was mit dem Motorsport zu tun haben, im Kino öfters vorzufinden. Wahrscheinlich aus Gründen der anfallenden Kosten wurde dieses Metier eher links liegen gelassen und wörtlich vernachlässigt.

Die Story von FORMEL 1 ist recht schnell erzählt. Sie schreitet wie die Rennwagen selbst auch in einem flotten Tempo voran. Man kann fast den Benzingeruch riechen. Doch anstatt sich nur auf eine Rennsaison festzulegen, wurde noch eine kleine dramatische Geschichte integriert. Doch sie ist nur ein Stück am Rande und bekommt nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In aller erster Linie geht es um die Rennen und die Fahrer, die oft ihren Kopf für ihren Job riskieren und auch gerne bereit sind über die Stränge zu schlagen.

Auch ein Gefecht zwischen zwei rivalisierenden Fahrer wurde erfolgreich in den Plot aufgenommen. Die Kameraeinstellungen sind wie man sie aus heutigen Rennübertragungen vorfindet gedreht worden. Die Kamera und somit auch der Zuschauer sind mitten im Geschehen. So werden auch Reifenrempler untereinander sauber durch die Linse eingefangen und verhelfen FORMEL 1 zu mehr Dramatik und Action. Auch Einstellungen in das damals noch sehr spartanische Elektrikfreie Cockpit sind eine schöne Reise in die Vergangenheit des Rennsports.

FORMEL 1 ist eine Gemeinschaftsproduktion von Deutschland und Italien. Für die Hauptrolle des Rennfahrers Ken Stark wurde Brad Harris engagiert. Wer noch weitere Filme mit Brad Harris sehen möchte, sollte sich mal “Das Labor des Grauens” von 1974, “Der Stein des Todes” von 1987 und “Lady Dracula” von 1978 zu Gemüte führen. In weiteren Rollen sind Olga Schobevera, Hans von Borsody und Marianne Hoffmann zu sehen.

Wer sich nun für FORMEL 1 interessiert und auch für den Motorsport einiges abgewinnen kann, der kann sich den Film vom Label ZYX Music auf DVD in die Sammlung holen. Doch beinhaltet die DVD keinerlei Extras, nur Szenenwahl und Tonwahl ist möglich. FORMEL 1 hat eine FSK 12 Freigabe.