Horror Sex im Nachtexpress

Eine Höllenfahrt bis zum bitteren Ende

19791 h 24 min
Kurzinhalt

Als ihr Zug um 21:45 Uhr den Bahnhof verlässt, ahnen die Passagiere des Schlafwagens noch nicht, was ihnen während der Fahrt passieren wird. Denn die drei Männer, Anführer David (Werner Pochath) mit seinen beiden Kumpels Elio (Carlo De Mejo) und Nico (Fausto Lombardi), die zunächst nur durch ihre laute Musik und derben Späße auffallen, machen schnell Ernst. So lässt zwar die momentan unglücklich verheiratete Anna (Zora Kerova) Elio an sich heran, doch als Nico hinzustößt, kommt es zur Vergewaltigung.

Metadaten
Regisseur Ferdinando Baldi
Laufzeit 1 h 24 min
Starttermin 8 Dezember 1979
Detail
Medien DVD
VHS
Film-Details Verfügbar
Bewertung Gut
Bilder
Schauspieler
Mit: Silvia Dionisio, Werner Pochath, Zora Kerova, Gianluigi Chirizzi, Carlo De Mejo, Giancarlo Maestri, Fausto Lombardi

Ende der 70er schickten die Amerikaner den Folterstreifen „Ich spuk auf Dein Grab“ ins Rennen, und Italien versuchte sich 1979 mit Ihrer Variante dieser Story. Doch anstatt mehr auf Gewalt und Erniedrigungen zu setzen, rutschte „Horror-Sex im Nachtexpress“ eher in die Italo Erotik Schund Schiene und erfüllte die Erwartungen des Publikums in keinster Weise. Verantwortlich war unter anderem der Regisseur Ferdinando Baldi, 1968 drehte er unter anderem „Django und die Bande der Gehenkten“ mit Terence Hill als Django, später folgten noch Streifen wie „Alles fliegt Dir um die Ohren“ aus dem Jahr 1981 und „Warbus“ von 1985.

Genrefreunde werden ein paar bekannte Gesichter wiederfinden, etwa Silvia Dionisio (Andy Warhol’s Dracula), Werner Pochath (Ratman), Carlo de Mejo (Ein Zombie hing am Glockenseil), Zora Kerova (Man-Eater) oder Gianluigi Chirizzi (Die Rückkehr der Zombies). Im großen und ganzen bewegen sich alle Darsteller eher im Amateur Bereich und kaum einer sticht mit seinen Leistungen aus der Masse hervor. Lediglich der Österereicher Werner Pochath kann mit seiner Darstellung des triebgesteuerten Lustmolchs ein wenig punkten und zeigt akzeptable schauspielerische Leistungen.

Dazu kommt noch das sich die Story mehr um Sex als um Horror dreht, man bekommt oft viele freizügige Damen zu Gesicht, alle noch natur belassen, inklusive der typischen Intimbehaarung der Frauen. Die Sex Szenen sind sehr ausgiebig in Szene gesetzt worden, meistens dreht es sich um Vergewaltigungen und erzwungenen Sex, mit Anlehnung an das amerikanische Vorbild „Ich spuk auf Dein Grab“. Jedoch sind sie etwas lascher in der Inszenierung und die Damen legen nicht sonderlich viel Gegenwehr an um das bevorstehende zu verhindern. Somit bleibt eigentlich nur zu sagen, das es sich eher um einen Schmuddelfilm handelt, als das er dem Horror Genre zugeordnet werden kann.

Viele Charaktere im Film sind eher oberflächlich zu betrachten, und erhalten kaum Tiefe, somit platzen einige in die Story förmlich hinein, und verschwinden auch wieder klanglos, ohne einen gewissen Teil zur Story beigetragen zu haben.

Man kann viel über diesen Film und das vorhandene Niveau diskutieren, es liegt immer im Auge des Betrachters. Doch bei vielen Dingen pendelt sich „Horror Sex im Nachtexpress“ als Italo Schmuddelfilm ein, von Horror kaum eine Spur. Aber Italo Fans werden sicherlich Ihre wahre Freude an diesem Werk haben und ihn zu schätzen wissen. Andere seien gewarnt, lasche Story, viel Sex, keine Horror Elemente, eine kleine aber feine Irreführung angesichts des Titels.