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Hundstage (1975)

Hundstage

Die bizarrste Bank-Belagerung aller Zeiten

19752 h 04 min
Kurzinhalt

Sonny und Sal wollen nachmittags eine Bank überfallen. Doch der Raub ist ein einziges Desaster: Erst bekommt ein weiterer Komplize Panik und haut ab, dann brauchen sie in der Bank zu lange, so dass die Polizei das Bankgebäude belagert ehe sie entkommen können. Da der Raub bloß eine Verzweiflungstat war, sind die beiden schnell überfordert. Der clevere Sonny versucht jedoch mit allen Mitteln, das ganze zu einem guten Ende zu bringen. Während er für die Polizei den entschlossenen Kidnapper gibt, behandelt er die Geiseln freundlich. Es beginnt ein Nervenkrieg, bei dem sich Sonny die Medien zunutze macht, auch wenn auf diese Weise seine Identität preisgegeben wird und sein Privatleben zum Stadtgespräch wird.

Metadaten
Regisseur Sidney Lumet
Laufzeit 2 h 04 min
Starttermin 11 August 1975
Detail
Medien Blu-Ray
Film-Details Verfügbar
Bewertung Sehr Gut
Bilder

´Dog Day Afternoon´ – Die drückende, nerven-belastende Schwüle dieses heißen Tages wird schon ganz zu Anfang beschrieben, denn bevor der erste Schriftzug des Vorspanns erscheint, mal abgesehen vom `Warner`- Logo zu Beginn, sieht man verschiedene Lebenssituationen in der Stadt und die Menschen unter den barbarischen Wetterverhältnissen ächzen.

© 1975 Artists Entertainment Complex − Alle Rechte vorbehalten.

Dies ist ein schönes Stilmittel, um den Zuschauer in die Materie einzuführen, damit dieser sich einfühlen kann in die Stimmungslage der auch alsbald erscheinenden Hauptdarsteller Pacino und Cazale, welche bereits in der `Godfather´- Saga als (Alp)traum-Brüderpaar im Neo-Kain-und-Abel-Meisterstück prächtig harmonierten und konkurrierten, und es in `Hundstage´wieder ausgezeichnet tun. So ist Pacino diesmal der aktive Part und zugleich der positive Faktor, bezugnehmend auf die Geiselsituation, Cazale hingegen fällt der passiv-negative Bereich zu.

© 1975 Artists Entertainment Complex − Alle Rechte vorbehalten.

Dies ist eine bemerkenswerte Kontroverse, denn eigentlich stehen diese Eigenschaften und Verhaltensweisen meist im genau anderen Verhältnis zueinander. Dieser Umstand hält eben die Spannung aufrecht, da die Stimmungslage all zu oft kippt und man dadurch nichts vorhersehen kann. Ich halte dies für eine Meisterleistung an dramaturgischem Geschick und den Film in der Gesamtheit für ausgezeichnet.