Der Italo-Western war Anfang der 70er Jahre im Umbruch. Das Genre Komödie mischte sich aufstrebend dazu. Man denke da nur an DJANGO NUDO oder DIE LINKE UND DIE RECHTE HAND DES TEUFELS. So ordnet sich “Providenza” von 1972 gut in das Italo-Western-Komödien Genre ein. Der Film war eine Gemeinschaftsproduktion von Italien, Deutschland und Frankreich und genießt noch heute bei vielen Fans einen gewissen Kult-Status.

Produzenten, Skriptschreiber und Regisseure bemerkten den Umbruch im Italo-Kino, Filme mit dem Gespann Terence Hill und Bud Spencer erfreute Kinobesucher auf der ganzen Welt. Situations-Komik in die Story mit einfließen zu lassen und einiges gehörig aufs Korn zu nehmen wurde immer beliebter.

Besonders zeichnet “Providenza” die beiden Hauptcharaktere aus. Allen voran Tomas Millian als Kopfgeldjäger Providenza. Mit einer auffallenden Ähnlichkeit zu Charlie Chaplin, schwarzer Anzug und die passende Melone auf dem Kopf, zwar etwas zerfleddert aber immer noch mit Stil und Anstand. Körperflege und ein gepflegter Umgangston verstärken sein Auftreten und Erscheinungsbild. Das übertriebene Tiefe tragen der Kopfbedeckung lässt die Segelohren von Tomas noch drastischer wirken. Vergleicht man andere Rollen von Tomas Millian, so kann man hier ohne Bedenken behaupten, das er ein wandlungsfähiger Schauspieler war. Man denke da nur an Kommissar Rizzo, der Mann mit der Pudelmütze.

Den anderen Part des Duaos übernahm Gregg Palmer. Die Erscheinung, die Optik erinnert total an Bud Spencer, inklusive der Synchronstimme von Wolfgang Hess. Palmer lässt schnell beim Zuschauer Sympathie für seine Darbietung aufkommen, recht schnell verdrängt man seinen Wunsch den echten Bud Spencer in dieser Rolle zu sehen.

“Providenza” lebt von seinen Gags, flotten Sprüchen und allerlei Situationskomik. Hinzu gesellen sich ein paar Schlägereien, wie sie Hill / Spencer nicht besser hätten machen können. Allein die deutsche Synchronisation verleiht dem Film seinen eigenen Charme. Die Original-Synchronfassung soll einen ernsteren Ton besitzen.

Was mir besonders noch im Gedächtnis haften blieb, war die Titelmelodie des Films, ein italienischer Kinderchor sang für “Providenza” das Titellied ein. Wer mit Filmen mit Bud Spencer und Terence Hill aufgewachsen ist, dem kann ich diesen Film wärmstens empfehlen. “Providenza” macht Spaß, bringt einen zum schmunzeln, zum lachen und entführt uns in eine andere Inszenierung des Wilden Westens. Aufgrund des Erfolges des Films wurde noch ein zweiter Teil gedreht. Jedoch floppte er bei den Zuschauern und wurde bislang auch nicht in Deutschland veröffentlicht, man kann ihn sich nur im Originalton anschauen, denn er wurde nicht auf deutsch synchronisiert.


Originaltitel:Vita, a volte, è molto dura, vero Provvidenza?, La
Herstellungsland:Deutschland
Frankreich
Italien
Erscheinungsjahr:1972
Regie:Giulio Petroni

Darsteller:Tomas Milian
Gregg Palmer
Janet Agren
Maurice Poli
Giovanni Cianfriglia
Paul Muller
Artemio Antonini
Bruno Arié
Claude Berthy
Mike Bongiorno
Stelio Candelli
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