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Pusher (1996)

Pusher

19961 h 45 min
Kurzinhalt

Der Kopenhagener Drogendealer Frank will mit seinem Komplizen Tonny 200 Gramm Heroin an einen schwedischen Kunden verkaufen und erhält den Stoff für den Deal von dem jugoslawischen Gangsterboss Milo. Allerdings ist die Polizei über das Drogengeschäft informiert und Frank ist gezwungen die gesamte Ware während der Flucht in einem See zu versenken. Die Gesetzeshüter können ihm zwar nichts nachweisen, aber dafür steht Frank auch ohne Drogen und Geld da und hat ein äußerst großes Problem am Hals. Er schuldet Milo eine Summe von 230.000 Kronen und muss ihm diese innerhalb kürzester Zeit zurückzahlen.

Metadaten
Laufzeit 1 h 45 min
Starttermin 30 August 1996
Detail
Medien Blu-Ray
Film-Details Verfügbar
Bewertung Sehr Gut
Bilder

“Das Leben ist ein Schlappschwanz, der ab und zu mal geblasen wird!”
(Irgendwer, irgendwo, irgendwann)

Das Stich,- Schlüssel,- und Zauberwort für die ansprechende Qualität der ´ Pusher-Reihe´ heißt Authentizität – und zwar zu einhundert Prozent! Regisseur Refn castete fast ausschließlich auf der Straße Kopenhagens, der eigentliche Hauptdarsteller ist jedoch das Milieu selbst, wobei Interesse und Spannung weniger durch die Handlung, welche von banal-belanglos bis fast schon langweilig geriet, sondern durch die penibel-handverlesenen, unterschiedlichen und faszinierenden Figuren entstehen.

© 1996 Balboa Entertainment − Alle Rechte vorbehalten.

Manche Kritiker sollten sich von dem Spleen verabschieden, dass alles stets spektakulär oder ungewöhnlich sein muss, denn in ´Pusher´ geht es um echte Menschen in ihrem Mikrokosmos am Rande der Gesellschaft. Die amüsanten Dialoge entstanden dabei häufig aus Improvisation, da Refn den Mut hatte, seine ´ Schauspieler´ einfach unkontrolliert agieren zu lassen, wobei wahrscheinlich viele zu keinem Zeitpunkt ´spielten´, da Rolle und Wirklichkeit sich überschnitten oder gar gleichten.

Während man im ersten Teil Drogengeschäften beiwohnen durfte, geriet ´Pusher II´ eher zur schonungslosen Sozialkritik mit einem hervorragend aufspielenden Mads Mikkelsen. Der Abschluss der Trilogie zeigte sich dann gefühlvoll und sehr persönlich, manifestierend in Slatko Burics beliebtem Charakter ´Milo´.

© 1996 Balboa Entertainment − Alle Rechte vorbehalten.

´ Pusher´ sollte im Ganzen bewertet werden, nicht in den einzelnen Teilen, denn nur so offenbart sich der zusammenhängende Kontext eigentlich unterschiedlicher Filme und der Facettenreichtum aus Menschen und Milieu, welchen Nicholas Winding Refn so treffend und ausgezeichnet auf die Leinwand brachte.