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The Driller Killer - Der Bohrmaschinenkiller

19791 h 32 min
Kurzinhalt

Dem Maler Reno Miller wachsen die Probleme über den Kopf: Geldnöte, Ärger mit seinem Händler, Pech in der Liebe und nicht zuletzt die Rock-Band, die direkt neben seinem Apartment bis spät in die Nacht laut herumschraddelt machen ihm zu schaffen. Die nervliche Belastung wird für Reno so stark, dass er den Verstand verliert. Um seinem Ärger Luft zu machen, schleicht er nachts durch die Straßen New Yorks und tötet wahllos Obdachlose mit einem Akku-Bohrer.

Metadaten
Regisseur Abel Ferrara
Laufzeit 1 h 32 min
Starttermin 15 Juni 1979
Detail
Medien DVD
VHS
Film-Details Verfügbar
Bewertung Nicht bewertet
Schauspieler
Mit: Abel Ferrara, Carolyn Marz, Baybi Day, Harry Schultz, Alan Wynroth, Maria Helhoski

The Driller Killer entstand im Jahre 1979 unter der Regie von Abel Ferrara. Ferrara drehte drei Jahre zuvor einen Hardcore Porno mit dem Titel: „9 Lives of a Wet Pussy“ und galt als Underground – Regisseur und stieg später als Kultfilmer auf. The Driller Killer ist ein Low – Budget Streifen, der nach diversen Angaben so um die 20.000 US Dollar nur gekostet hatte. Es ist ein Amateurfilm, aber einer von denen, denen man es nicht auf Anhieb ansieht. Viele Kritiker stufen the Driller Killer als Horror – Thriller ein, doch in meinen Augen nutzt er diese Elemente nur Ansatzweise, eher könnte man ihn auch als Drama bezeichnen, mit Slasher – Einlagen. Motive aus dem Horror und Thriller Bereich werden nur Ansatzweise in Szene gesetzt und rücken eher in den Hintergrund der Story.

Auch wenn in the Driller Killer ein paar Schwächen auftauchen, wie arge Längen, wirre Szenen, die etwas unpassend wirken, so versprüht der Film eine sehr düstere, dichte Atmosphäre, die den Zuschauer in seinen Bann zieht und ihn teil der Geschichte werden lässt! In so einem Fall übersieht man gerne die Schwächen und interpretiert nicht weiter die Psychologischen Versuche des Regisseurs zu verstehen.

Abel Ferrara verkörperte auch vor der Kamera den Driller Killer und dies ausgesprochen überzeugend, ein Beweis dass er auch vor der Kamera seine Talente zu präsentieren weiß. Jedoch ist die Verwandlung im Laufe der Story von the Driller Killer vom geplagten, harmlosen Künstler zum psychopatischen Killer etwas blass und steinig. Der Zuschauer bekommt auf Anhieb schon das Gefühl das die Hauptrolle schon von Geburt an bösartig veranlagt ist. Nun dies könnte man auch so im Raum stehen lassen, denn die Realität hat uns Zuschauer schon oft bewiesen, das Menschen austicken können, aus den verrücktesten Szenen des Lebens heraus. Die Morde des Künstlers vergehen oft sehr blutig und sind interessant in Bildern festgehalten worden. Zwar kann man das Theaterblut vollkommen erkennen, aber dies stört den Splatterfan in keinster Weise. Zwar wirken die Morde immer mit der Bohrmaschine etwas öde und einfallslos, aber sie tragen ihren Teil zur wirren Story von the Driller Killer bei.

Die Verwandlung von harmlos zum Killer ist in the Driller Killer leider etwas zu oberflächlich behandelt worden, und durch die oft wirren Szenen die einen Zusammenhang nur erahnen lassen, wird das Gefühl noch unerträglicher für den Zuschauer. Die anderen Darsteller in the Driller Killer hatten lediglich in diesem Streifen eine Rolle und verschwanden wieder in der Versenkung und hatten nie wieder einen Film gedreht.

The Driller Killer ist in Deutschland auf VHS und DVD erhältlich, in Deutschland ist the Driller Killer zuerst nicht legal erschienen. Weder im Kino noch auf Video, es gab eine Bootleg – DVD mit deutschen Untertitel. Im Jahr 2011 kam eine ungekürzte Version vom Label „Schröder Media“ und 2013 eine von „Inked Pictures“.

Fazit: Interessanter Underground Streifen, von den Anfängen eines Kultregisseurs. Manchmal etwas wirr, aber vielleicht auch Absicht gewesen? Auch nette Splatter – Einlagen fanden ihren Platz im Film. Bei vielen ein Kultfilm, den man gesehen haben muss!