Suspiria - In den Krallen des Bösen

19771 h 34 min
Kurzinhalt

Die junge Ballett-Elevin Suzy kommt aus den USA nach Freiburg, um dort an einer angesehenen Schule Tanz zu studieren. Als sie dort ankommt, beobachtet sie noch ein junges Mädchen, das aus der Schule flieht, um dann aber später in der eigenen Wohnung auf mysteriöse Art und Weise ermordet zu werden. Doch auch Suzy kommt die Schule zunehmend merkwürdig vor. Die Lehrerinnen führen ein hartes Regiment, nachts hört man seltsame Geräusche und etwas schleicht nachts durch den provisorischen Schlafsaal. Langsam aber sicher forscht Suzy den merkwürdigen Vorgängen nach und findet heraus, dass das Haus an sich eine unheimliche Geschichte hat und eine dunkle Macht beherbergt.

Metadaten
Regisseur Dario Argento
Laufzeit 1 h 34 min
Starttermin 1 Februar 1977
Detail
Medien Blu-Ray
Film-Details Verfügbar
Bewertung Grandios
Bilder

Die junge Frau kommt am Flughafen an, auffällig zunächst die Schiebetür nach draußen, welche bereits wenig Einladendes offenbart: grausiges, deutsches Scheißwetter, es gießt in Strömen. Die Taxifahrt zur neuen Bleibe und Ausbildungsstätte…

© 1977 Seda Spettacoli − Alle Rechte vorbehalten.

…und schon geht es los. Ein Mann sieht rot! Nein, nicht Charles Bronson, Dario Argento!
Dem Zuschauer offenbart sich während der nächsten 90 Minuten wahrer Arthouse-Horror in schillernden Farben, vor allem rot, rot, rot. Das Haus, das Blut, der Wein, das Licht, der Schatten. Alles fließt und geht ineinander über, entsteht und verschwindet, deutet schemenhaft an oder offenbart gnadenlos. Argento nutzt die Macht des Farbenspiels herausragend für seine düsteren Zwecke und bekommt dabei grandiose Unterstützung von der italienischen Rockband “Goblin”. Durch diese audiovisuelle Symbiose wirkt es nun vollständig, wie aus einem Guss…

…ding-di-ding-ding-ding-ding-ding (Flüstern wird zu Stöhnen, wird zu Grunzen, wird zu Jaulen, Jammern, Schreien) – was für ein Wahnsinns-Score! Dazu die Flucht des Mädchens, Angst und Entsetzen ins zarte Gesicht gemeißelt, durch blutrote Flure, schlüpft hinein in kühles, beruhigendes Graublau. Puh, durchatmen, Stille…

© 1977 Seda Spettacoli − Alle Rechte vorbehalten.

…doch da hört man es wieder leise heraufwimmern, plus “ding-di-ding-ding…”. Oh, nein, was klickt und schabt denn da. Shit, Messer versucht Türschloss aufzuhebeln. Schnell, da oben, ein kleines Fenster – die Rettung, bezeichnend in rot! Was kurz zuvor noch Angst und Schrecken symbolisierte, soll jetzt der blassrote Hoffnungsschimmer sein…

Das Mädchen vom Flughafen recherchiert und stellt sich schließlich dem Kampf gegen das Böse.

© 1977 Seda Spettacoli − Alle Rechte vorbehalten.

Sicherlich siegt in “Suspiria” die Kraft und Macht der Bilder und der Musik über die erzählte Geschichte, “Style-over-Substance” als geflügeltes Wort, was in der heutigen Filmwelt oft ein negatives Attribut ist, meist im Zusammenhang mit seelenlosen CGI-Blockbustern genannt. Hier allerdings sollte es äußerst positiv verstanden werden, denn Dario Argento liefert mit “Suspiria” ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk des Schockerkinos ab, einen Film, den man nicht nüchtern und nebenbei schauen kann, sondern fühlen und erleben muss.


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