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The Crow – Die Krähe (1994)

The Crow - Die Krähe

Düstere Magie. Unerbittliche Rache. Unsterbliche Liebe.

19941 h 42 min
Kurzinhalt

Halloween, die Nacht des Teufels. Der junge Rockgitarrist Eric Draven und seine Verlobte werden in ihrer Wohnung von einer Street-Gang überfallen und brutal ermordet. Ein Jahr danach erweckt eine magische Krähe den toten Eric wieder zum Leben. Unverwundbar und ausgestattet mit übernatürlichen Kräften, nimmt er unnachsichtig Rache an den Bandenmitgliedern und ihrem Auftraggeber.

Metadaten
Regisseur Alex Proyas
Laufzeit 1 h 42 min
Starttermin 11 Mai 1994
Detail
Medien Blu-Ray
Film-Details Verfügbar
Bewertung Grandios
Bilder

“Gebäude brennen und Menschen sterben, aber die wahre Liebe bleibt ewig”

Wer hätte gedacht, dass einem das mal passiert. Wenn man seine dunkle Seite kennt, liebt und respektiert, bisweilen auch mit, über, für und gegen Gut und Böse, sowie Leben und Tod kokettiert, oft provoziert, selten bilanziert und nie bereut. Keine Reue! Bis heute. Warum so lange verschmäht. War es der Hype? Ja, es war der Hype, der Gewaltige. Gothpunk riss damals Gräben zum Mainstream auf, eine Galionsfigur der Szene, wenn es denn eine solche überhaupt gab, war tot, und es trauerten nicht nur dunkle Brüder und Schwestern, sondern viele, vielleicht zu viele, der Anderen…

© 1994 Dimension Films − Alle Rechte vorbehalten.

…Denn die Szene gab sich eher scheu, als wolle man unter sich sein, was sich jedoch als bloßer Beobachter leicht sagen lässt, war die eigene Punkattitüde doch von Anfang an eher individueller, fast schon avantgardistischer, jedoch in jedem Falle schwarz gefärbter Natur. Die Schnittstelle bildete vielmehr die Musik, Bands wie Bauhaus, The Jesus And Mary Chain, Killing Joke oder The Cure wissen bis heute, in manchen Momenten, zu begeistern…

…Die Musik und neue Bekanntschaften eröffneten also kürzlich einen rundum gelungenen Abend in einem für düstere Interessen bekannten Club nahe der heimischen Wohnstätte. Binnen kürzester Zeit waren die letzten, kümmerlichen Vorurteile über Bord geworfen, im Gegenteil, es ergaben sich weit mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, wobei man aber betonen muss, dass der Verfasser dieser Zeilen sich aus dem artverwandten Industrial-Bereich Richtung Gothic-Cosmos bewegt hat, und nicht etwa, wie viele Andere aus dem Punk,…

© 1994 Dimension Films − Alle Rechte vorbehalten.

…Ups, schon sitzt man wieder am Tresen und schwadroniert, schweift ab, denn über Musik lässt sich leicht unendlich reden. Das Thema schwengt schließlich doch um, sodass das reizende Gegenüber mit den beidseitigen Zombie-Kontaktlinsen, dem auffälligen Make-up und dem gewaltigen Iro plötzlich und unvermittelt den Hype von damals erwähnt. Puh, nee, Klischee! Oder doch nicht…

…Das Interesse wurde übermächtig, es durfte nicht länger gewartet werden…

… Der Kandidat geht durch die Decke, von Null auf Hundert in ca. 1 1/2 Stunden:

© 1994 Dimension Films − Alle Rechte vorbehalten.

Alex Proyas schuf mit THE CROW ein hoch emotionales, rasantes, trotz oder gerade wegen der vorhersehbaren Rachestory ungemein spannendes Goth-Punk-Comic-Märchen, welches sogar in den bewusst überzogenen Momenten mit dem kleinen, blonden Engel in Rot nicht zum Kitsch verkommt. Es wirkt eher stringent-authentisch, wobei das Mädchen den totalen Kontrast zur Stadt der Hölle darstellt, welche dem Zuschauer serviert wird. Die Sünde ist spürbar, die Gewalt hemmungslos, die Szenerien drastisch. Und die Rache ist erbarmungslos. Diese Stadt liegt Sin City näher als Gotham, obwohl man sich in beiden wiederfindet. Die Musik deckt sich wie oben erwähnt, sogar eine kleine Buddy-Story mit dem schwarzen Cop gibt`s noch obendrauf. Scheiß auf den Hype, hier ist (fast) der neue Fan-Boy, der Johnny Janzerino!