Mr. Universum (1976)

Craig Blake hat seine Eltern durch einen Flugzeugabsturz verloren. Sein Onkel Arthur möchte, dass er in das Stahlunternehmen der Familie eintritt;
der junge Mann hat sich jedoch mit einigen dubiosen Grundstücksspekulanten eingelassen. Als er ein Haus in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama aufkaufen soll, in dem Thor Erickson den Body-Building-Club “Olympic” betreibt, lernt Craig die hübsche Mary Tate kennen. Sie ist befreundet mit Joe Santo, einem jungen Österreicher, der in dem Club trainiert, um für den bevorstehenden Wettbewerb um den Titel “Mister Universum” fit zu sein. Craig verliebt sich in Mary Tate und freudet sich mit Joe Santo an.

Mal Lust und Laune hinter die Kulissen von Bodybuildern zu schauen? – Wenn ja, dann lege ich Euch den Film Mr. Universum mal nahe. Wie der Titel es im Prinzip schon verrät, handelt es sich um einen Film mit Arnold Schwarzenegger, er trägt ja auch den Titel Mr. Universum, oder zumindest trug ihn! Dieser Film ist ein Independent – Film aus dem Jahre 1976 unter der Regie von Bob Rafelson, auch bekannt unter Robert Rafelson. Zu seinen weiteren Werken gesellen sich Titel wie: „Brubaker“ von 1980 mit Robert Redford und „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ mit Jack Nicholson aus dem Jahre 1981, und viele weitere Titel und auch Kurzfilme.

Mr. Universum ist auch vor der Kamera gut besetzt worden, Namen wie Jeff Bridges, Sally Field, Robert Englund lesen sich wie eine Preisverleihung. Sally Field kennt man noch heute von Filmen, sei es Spiderman oder auch damals an der Seite von Burt Reynolds in „Ein ausgekochtes Schlitzohr“. Robert Englund, dieser Name ist der Inbegriff von Horror – Streifen, aber er versuchte sich auch mal in einem anderen Genre, in diesem Fall ein Drama, noch Jahre bevor Freddy Krüger geboren wurde. Jeff Bridges ist ebenfalls noch heute als Schauspieler aktiv und bewies schon früher das er mit Talent gesegnet wurde, zu bewundern in Filmen wie: „Die fabelhaften Baker-Boys“ von 1989 und „The Big Lebowski“ von 1998, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Und nicht zu vergessen: Unser Arnold Schwarzenegger, der Terminator in noch jungen Jahren und das in einem Fitnessstudio. Dieser Film war einer seiner ersten Filmrollen und durch diesen Film wurden die Medien auf ihn aufmerksam und nach ein paar Jahren flatterten unzählige Filmangebote ein, und ein neuer Star am Hollywoodhimmel war geboren. Alle Darsteller in Mr. Universum machen ihre Arbeit sauber und korrekt, alle sind nett anzusehen und auch zu bewundern wie sie sich schon in jungen Jahren vor der Kamera bewegten und Talent und Ausdrucksstärke zeigten.

Charisma wird in Mr. Universum sowieso groß geschrieben, denn es geht hauptsächlich um Muskeln und was so dahinter steckt! Was sich gut in Mr. Universum abwechselt sind die Themen und Ansichten  der Dinge aus den 70er Jahren, Reiche rümpfen die Nase wenn sie weniger reiche sehen, Lagerfeuerromantik mit Gesang, Schönheitswahn mit Fitness und Muskeln und vieles mehr, und alle Darsteller schaffen es deutlich das man wunderbar unterhalten wird. Mal ein wenig Drama, dann Romantik und dann wieder was zu lachen, jedoch mit dem feinen Unterschied, der Film Mr. Universum wirkt immer realistisch und zeitlos, vieles von den angesprochenen Themen ist heute immer noch aktuell. Und Rafelson schaffte es das Beste aus den Darstellern heraus zu holen und auf die Leinwand zu bannen!

Mr. Universum gibt es auf VHS und DVD, wobei die VHS eine Freigabe von 18 erhielt und die DVD eine 12er, die ist aber vollkommen in Ordnung, wieso die VHS ab 18 war, ist mir bis heute noch ein Rätsel. Leider wird Mr. Universum so gut wie nie im Free TV ausgestrahlt und wenn dann nur zu komischen Sendezeiten, aber wer mal Arnold in jung sehen möchte und mit seiner urigen Synchronstimme keine Probleme hat, sollte sich diesen Film ruhig mal ansehen und zu Gemüte führen!

Fazit: Nette kurzweilige Story, mit jungen Darstellern am Anfang ihrer Karriere, mit guter Abwechslung von Drama, Komödie und mehr. Nicht nur was für Arnold Fans.

Ich gebe dem Film Mr. Universum 7 / 10 Punkten