Naked Vengeance (1985)

Carla Harris ist eine Schauspielerin. Sie hat es geschafft in der großen Stadt Karriere zu machen, wohnt in L.A. und führt dort ein schönes Leben mit ihrem Ehemann. Doch eines Tages ändert sich ihre Situation dramatisch. Sie wird Zeugin, wie ihr Ehemann auf offener Strasse ermordet wird und flieht daraufhin ihn ihre alte Heimatstadt, die auf dem Land liegt. Hier will sie vergessen was sie gesehen hat, was ihr allerdings nicht ganz gelingt.

 

Ende der 70er Jahre machte ein Rape´n Revenge Streifen mit dem Titel „I spit on your grave“ auf sich aufmerksam. Im Zuge der Diskussion und des Erfolges des Films, gab es zahlreiche Produktionen, die sich mit der Thema befassten. Manche von Ihnen haben entweder zu wenig oder sogar zu übertriebene Gewalt im Petto, andere glänzen mit obskuren Ideen seitens der Story. Doch im Jahr 1985 tauchte ein weiterer Vertreter am Horizont auf, der es wahrlich in sich hat.

NAKED VENGEANCE oder auch unter „Mad End“ bekannt ist das Werk des Regisseurs Cirio H. Santiago. Bis zu seinem Tode im Jahr 2008 lieferte er uns zahlreiche B-Movies Granaten ab, die noch heute teilweise ihr Dasein auf VHS tristen. Er drehte Filme wie „TNT Jackson“ mit Pam Grier, „Silk 1+2“, „Defender 2000“ oder auch „Hells Angels in Vietnam“.

Nackte rohe Gewalt

NACKED VENGEANCE besitzt eine ähnliche Struktur und Aussehen wie andere Vertreter aus dem Sub Genre „Rape´n Revenge“. Ähnlichkeiten zu „Savage Streets“ von 1984 oder „Ich spucke auf Dein Grab“ von 1978 sind unverkennbar. Doch geht dieser Film noch eine Stufe weiter. Das Schema „Sexy Frau, Vergewaltigung, Rache“ wird in einem flotten Erzähltempo dem Zuschauer nahe gebracht. Wer einige Filme des Regisseur Cirio H. Santiago kennt, wird hier einige bekannte Gesichter wiedererkennen. Sei es Kaz Garas, Nick Nicholson oder auch Henry Strzalkowski.

Auch wenn vieles im Film NAKED VENGEANCE vorhersehbar ist, so besitzt er eine ungeheure Spannung und dichte Atmosphäre. Vor allem trägt der Einsatz des Songs „Still Got a Love“ der von Michael Cruz stammt und von der Hauptdarstellerin Deborah Tranelli gesungen wird zu bei. Der Song wird zwar des Öfteren im Verlauf der Story wiederholt, wirkt aber keineswegs nervig oder störend.

Rache ist süß

Die Szenen in denen unserer Heldin oder Rachsüchtige Frau Rache an ihren Peinigern nimmt, sind sehr abwechslungsreich gestaltet worden. Da wird schon mal ein Opfer mit Alkohol übergossen und angezündet oder es wird auch ein übergroßer Eishäcksler missbraucht. Zudem sind sie sehr blutig in Szene gesetzt worden. Die Thematik der Selbstjustiz ist fester Bestandteil der Handlung des Films.

Doch leider gibt es schlechte Nachrichten, wer nun in den Genuss dieses feinen Geheimtipps kommen möchte. In Deutschland nur auf VHS vom Label „Lightning“ veröffentlicht worden, in der R-Rated Fassung. Doch die deutsche R-Rated Fassung entspricht der amerikanischen Unrated Version von „Vestron“. Es wird Zeit das dieser Film mal ordentlich ins Digitale Zeitalter katapultiert wird.