Notlandung im Weltraum (1964)

Inhalt:

Der Astronaut Kit Draper (Paul Mantee) kann, nach einer Kollision mit einem Asteroiden, auf dem Mars notlanden. Sein Kollege Dan Macready (Adam West) überlebt den Absturz nicht. Draper versucht auf den Mars sich einzuleben. Hilfe bekommt er von einer fremden Person, den er „Freitag“ tauft. Die beiden werden angegriffen und wollen nur eins: Überleben.

Filmisches Feedback:

Nostalgie pur, aber mit Abstrichen

Byron Haskin, der 1953 in quietschbunten Bildern den Klassiker KAMPF DER WELTEN drehte, begibt seine Probanden hier auf eine Reise zum Mars. Der richtige deutsche Titel “Robinson Crusoe auf dem Mars” sagt exakt das aus was er ist: eine SF-Variante im nostalgisch anmutenden Ton des klassischen Romans von Daniel Defoe. Wenn man denkt heutzutage gingen den Autoren die Ideen aus, dann muss man sagen, dass hier eigentlich auch nichts originelles geschrieben wurde. Lediglich die Zeit und der Ort wurden geändert. Der Rest bleibt.

Haskin erzählt seine Robinsonade in grellen Bildern, in bunten Tönen, in Technicolor und beschert unserem heutigen Auge ein Fest der Farben. Was allerdings nicht darüber hinwegtäuscht, dass einige Tricks nicht besonders gut gemacht aussehen. Auch wenn man selbstredend diese SFX nicht mit heutigen Tricks vergleichen kann (für die damalige Zeit waren sie ja gut), so muss man auch nicht unbedingt Sympathiepunkte darauf geben. Denn letzten Endes ist es der Film der zählt. Und der ist leider nicht besonders spannend gelungen.

Schauwerte zählen hier mehr. So bleibt der Film leider nicht in Erinnerung zurück. Umso mehr erstaunt es mich, da ich immer wieder an ENEMY MINE  von Wolfgang Petersen denken musste. Ein wenig angelehnt von diesem Film wirkte das schon.