Olivier Gruner Der Kickboxmeister der Videotheken

Olivier Gruner– Geboren am 02.08.1960 in Paris, Frankreich

Was wären die 90er in der Videothek ohne einen anständigen „Direct-to-Video“ Actionfilm? Und besonders die Verkopplung von Action und Science-Fiction war in dieser Zeit auf Hochtouren. Einer der Schauspieler, der immer mal wieder in solch einer Produktion mitwirkte ist Olivier Gruner.

Der Sohn eines Chirurgen ging mit 18 Jahren in die französische Armee und erlernte dort u.a. das Tiefseetauchen. In der französischen armee diente er diesbezüglich auch in der Marine bei den Kampftauchern.  Sein älterer Bruder wurde ebenfalls Chirurg. Sein jüngerer Bruder wurde Ingenieur. Die meiste Zeit dieser vier Jahre war er in Djibouti und Somalia stationiert.  Dort begann er mit Karate. 1981 verließ er die Armee um sich den Sport zu widmen. Nach der Armeezeit ging er in die französischen Alpen und trainiert Kickboxen. Drei Jahre später wurde er französischer Kickboxmeister. Nachdem er zweimal diesen Titel verteidigt hatte wurde er zwei Jahre später Weltmeister in seiner Gewichtsklasse  (-75 KG, Full Contact). Danach hörte er auf professionell diesen Sport zu betreiben und machte viele andere Jobs. So arbeitete er in Cannes und hing ein Poster von sich selber auf um auf sich aufmerksam zu machen.Das klappte auch, denn ein produzent nahm ihn sogleich unter seine Fittiche und so kam er zu seinen Filmdebüt „Angel Town“ im Jahre 1990. Von da an war seine B-Filmkarriere geboren.

Am Ehesten ist er bekannt geworden durch seine Rolle in dem SF-Actionkracher „Nemesis“. Aber auch seine Rollen in „Savage“, „Automatic“, „Mars – The dark Secret“ oder „Alien Interceptors“ machten ihn in den weltweiten Videotheken bekannt. 2010 debütierte er als Regisseur mit „One Night“.

Gruner ist für mich das Paradebeispiel von Actionfilmen der 90er. Wenn mal irgendwann „The Expendables 4“ gedreht werden sollte muss er einfach dazugehören.